Achtung: Gefährliche Attacken auf Badeurlauber

Badegäste in Frankreich haben allein am Montag in mehr als 40 Fällen von unangenehmen Begegnungen mit Fischen berichtet. Alle sind von diesen gebissen worden. Dies scheint offenbar in einem unmittelbaren Zusammenhang mit dem momentan viel zu warmen Wasser begründet zu liegen.

Diese unangenehme Begegnung im Meer werden die Schwimmer in Südfrankreich wohl nicht so schnell vergessen. Mehreren Medienberichten zufolge kam es an verschiedenen Stränden am Mittelmeer zu einer Häufung von Bissen durch Fische, welche sich in unmittelbarer Nähe des Ufers aufgehalten haben. Als Verursacher der Verletzungen an Beinen, Füßen und Zehen wird der Graue Drückerfisch vermutet, der auf eine Länge von 30 bis 45 Zentimeter geschätzt wird. Die Klimakrise und die damit verbundene Erwärmung des Wassers bringen die Tiere dazu, ihre Nahrungssuche auch auf seichtere Bereiche zu erweitern, teilte die Zeitung „Le Parisien“ in einem Beitrag mit.

Allein am Montag hätten sich über 40 Badegäste gemeldet, die am Strand von Hendaye von Fischen attackiert worden seien. Dieser Abschnitt liegt in unmittelbarer Nähe zur spanischen Grenze. Zu ähnlichen Vorfällen kam es auch nahe Cannes an der Côte d’Azur, wo Badegäste in Wassertiefen von lediglich einem halben Meter Opfer der Bisse wurden. Auch in der Bucht von Saint-Tropez kam es zu mindestens einem Fall, wie der Sender BFMTV berichtete.

Allerdings geben Experten Entwarnung, denn die Bisse der Drückerfische sind für den Menschen nicht gefährlich. Durch die hohen Temperaturen und der damit verbundenen Erwärmung des Meereswassers werden die Fische allerdings dazu verleitet, ihre Nahrungssuche über ihre ursprünglichen Reviere hinaus zu erweitern, so der Experte für Meeresfische, Benjamin Lafon. Einen weiteren Grund für das aggressive Verhalten kann zudem in der Tatsache begründet liegen, dass die Fische im Fortpflanzungsmodus sind.

Derzeit hat das Wasser an der französischen Mittelmeerküste Temperaturen von bis zu 28 Grad, wie der Experte vom Nationalen Meteorologischen Forschungsinstitut, Samuel Somot, aufzeigt. Üblich sind sonst Werte um die 21 bis 22 Grad. Dies hat dazu geführt, dass der schon fast an den Küsten von Frankreich ausgestorbene Fisch eine positive Entwicklung genommen hat.

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