Alle Bürger müssen helfen: Notstand in München ausgerufen

Alarm in München! Der Notstand wurde ausgerufen, und alle Bürger müssen jetzt unbedingt dabei helfen, Wasser zu sparen. Auch die Wasserreserven anderer Städte und Kommunen leeren sich dramatisch.

Wassernotstand in München! Aufgrund der Rekordwärme, anhaltender Trockenheit und sinkender Grundwasserstände sind die letzten Reserven aufgebraucht. Die bayerische Landeshauptstadt ruft deshalb alle zum Sparen auf.

Oberbürgermeister greift durch
Oberbürgermeister Dominik Krause (Die Grünen) richtete sogar eine Taskforce ein, um die letzten Wasserreserven zu schonen: „Wir haben eine seit den frühen 1970er Jahren nicht dagewesene Ausnahmesituation. Der durch die lang anhaltende Hitze deutlich gestiegene Wasserbedarf bringt das Versorgungssystem der Stadtwerke München an seine Grenzen. Wir werden deshalb als Stadt unverzüglich Maßnahmen zum Wassersparen ergreifen.”

Verwaltung setzt Schritte
Die Trinkwasserversorgung sei zwar gesichert, aber die Verwaltung setzt drastische Schritte. Sogar das Fensterputzen wird eingestellt. Mindestens zehn Zierbrunnen der Stadt werden abgeschaltet, zusätzlich wird bei 56 Wasserspielen die Laufzeit von 14 auf zehn Stunden jeden Tag reduziert.

Appell an alle Bürger
Die Münchner Bevölkerung soll nach Möglichkeit Autowaschen vermeiden, duschen statt baden, den Wasserhahn beim Zähneputzen abdrehen und keinesfalls Planschbecken und Pools befüllen: „Ich bitte alle Münchnerinnen und Münchner, beim Wassersparen mitzuhelfen. Jeder Liter, der nicht verbraucht wird, hilft, die Situation zu entschärfen“, so Krause in einer Mitteilung. Und er warnt deutlich: „Sollte der Wasserverbrauch nicht sinken, werden wir weitergehende Maßnahmen ergreifen müssen.“

Die Wasserstände sinken aber nicht nur in München. Fast im ganzen Land zollt die Trockenheit ihren Tribut. André Berghegger, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, ist im Notfall für kommunale Verbote. Wasser solle nicht für Golf- oder Tennisplätze verschwendet werden.

Es drohen Konsequenzen
In Osnabrück in Niedersachsen, wo die Grundwasserstände schon seit Februar zu niedrig sind, drohen verbindliche Entnahmeverbote. „Sollten sich die Bedingungen nicht ändern, werden Stadt und Landkreis in einem weiteren Schritt unausweichlich eine Allgemeinverfügung hinsichtlich der Nutzung von Oberflächenwasser/Grundwasser erlassen müssen“, heißt es. Städte wie Hamburg, Mainz und Pinneberg schließen sich den Mahnungen an.

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Martin Beier