

Das Auswärtige Amt hat seine Reisehinweise und -warnungen aktualisiert. Unter den Warnungen befindet sich eine, mit der wohl kaum jemand gerechnet hätte: Ein besonders bei Familien beliebtes europäisches Urlaubsland, das lange Zeit als eines der sichersten in Europa galt, birgt für Besucher ernsthafte Gefahren.
In diesem Jahr fällt die Wahl des Urlaubsziels schwerer denn je: Zum einen könnten laut Wettervorhersagen zahlreiche Länder in diesem Sommer von unangenehmen und sogar geradezu gefährlichen Hitzewellen heimgesucht werden. Zum anderen droht eine Kerosinknappheit, die sich im Sommer auf die Verfügbarkeit von Flügen auswirken könnte. Angesichts dieser beunruhigenden Aussichten planen viele Familien nun, mit dem Auto in den Urlaub zu fahren – und zwar in ein schönes skandinavisches Land. Gerade letztere sollten die Warnung des Auswärtigen Amts besonders beachten.
Auswärtiges Amt schlägt Alarm: Sicherheit in Gefahr
Ein wunderschönes Land mit schönen Stränden, vielen Aktivitäten, nicht zu heiß und nur wenige Autostunden von Deutschland entfernt: Die Rede ist von Schweden. Das Land zieht jedes Jahr rund 1,7 Millionen deutsche Besucher an. Deutschland ist mittlerweile sogar zum wichtigsten Quellmarkt für den schwedischen Tourismus geworden. Besonders Städtereisen und Campingurlaube sind sehr beliebt. Doch wie das Auswärtige Amt warnt, sollten diejenigen, die dieses Jahr nach Schweden reisen wollen, größte Vorsicht walten lassen.
Der Grund dafür ist, dass die Bandenkriminalität ein besorgniserregendes Ausmaß erreicht hat: Vor allem in den Städten kommt es häufig zu Schießereien, und es gehen regelmäßig Meldungen über Tötungsdelikte, Explosionen und Gewaltverbrechen ein. Wie die BILD warnt, gilt dies nicht nur für die Großstädte Stockholm, Göteborg, Malmö und Uppsala, sondern auch für kleinere Städte wie Helsingborg und Umeå.
Taschendiebstähle und Raubüberfälle keine Seltenheit
Besucher sollten zudem größte Vorsicht im Umgang mit Wertsachen walten lassen: Wie das Auswärtige Amt warnt, sind Taschendiebstähle und Raubüberfälle an belebten öffentlichen Orten und sogar in Hotels keine Seltenheit. Nehmen Sie nur das Nötigste mit in den Urlaub und bewahren Sie Dokumente/Ausweise und Geld getrennt voneinander auf. Außerdem sollten Sie immer elektronische Kopien aller Unterlagen anfertigen. Wenn möglich, sollten Sie bargeldlos bezahlen. Besondere Vorsicht ist an überfüllten Orten, in öffentlichen Verkehrsmitteln und sogar auf dem Fahrrad geboten.
Äußerste Vorsicht auf Campingplätzen
Auch wenn Sie nicht vorhaben, sich in die Nähe einer Großstadt zu begeben, ist Vorsicht geboten: Campingplätze sind zunehmend von Kriminalität betroffen. Urlauber werden vor Diebstählen aus Wohnmobilen und Fahrzeugen gewarnt, selbst auf offiziellen Campingplätzen. Nach Angaben des Auswärtigen Amts sollten Sie außerdem darauf achten, dass Ihr Wohnmobil über ein zusätzliches Schloss an der Innenseite verfügt, das nachts verriegelt werden kann – das bloße Abschließen der Tür von innen reicht offenbar nicht aus. Außerdem sollten Sie nur auf Campingplätzen übernachten, die über einen Sicherheitsdienst verfügen.
All das sollte Sie nicht davon abhalten, diesen Sommer die malerische Landschaft Schwedens zu genießen. Es unterstreicht jedoch, wie wichtig es ist, überall, wo Sie hingehen, äußerste Vorsicht walten zu lassen.