Autofahrer aufgepasst: Bis zu 200 Euro Bußgeld wegen diesem neuen Verkehrszeichen

Die Einführung eines neuen Verkehrszeichens sorgt bei deutschen Autofahrern für Aufruhr. Sein Zweck: zur Verkehrsregelung beizutragen. Das Problem ist: Es ist alles andere als selbsterklärend, aber wenn man es missachtet, könnte ein saftiges Bußgeld drohen.

Auch wenn die Spritpreise endlich ein wenig gesunken sind, ist das Autofahren nach wie vor eine erschreckend teure Angelegenheit. Noch schlimmer ist es, wenn man plötzlich ein teures Bußgeld zahlen muss, weil man einen Verstoß begangen hat, von dem man gar nichts wusste.

Neues Verkehrszeichen in Deutschland
Was ist denn das? Ein blaues Schild mit einem weißen Diamanten erscheint zum ersten Mal in Deutschland. Wer schon einmal in Frankreich oder Spanien Auto gefahren ist, dem kommt es vielleicht bekannt vor. Aber wozu dient es? Das blaue Schild mit dem weißen Diamanten kennzeichnet Fahrspuren, die für folgende Verkehrsteilnehmer reserviert sind:

  • Fahrzeuge mit zwei oder mehr Insassen (dies wird manchmal durch ein kleines zusätzliches „+3“-Zeichen verdeutlicht)
  • Emissionsfreie Fahrzeuge
  • Busse und Taxis
Foto: Datamok, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Schild gilt oft nicht rund um die Uhr
Was die Situation verwirrend machen kann, ist, dass das Schild oft nicht rund um die Uhr gilt, sondern nur zu den Stoßzeiten. Denn sein Zweck ist es, denjenigen im Verkehr einen Vorteil zu verschaffen, die umweltfreundlicher unterwegs sind. In Frankreich, wo das Schild seinen Ursprung hat, sind die Gültigkeitszeiten in der Regel angegeben, oder das Schild wird beleuchtet, wenn es aktiv ist. In diesem Fall dürfen Fahrzeuge, die die oben genannten Anforderungen nicht erfüllen, die betreffende Fahrspur nicht benutzen. Die Fahrspuren werden in der Regel von Videokameras überwacht, um etwaige Verstöße zu erfassen.

Achtung! Bußgeld von bis zu 200 Euro möglich
In Frankreich beträgt das Bußgeld für das Nichtbeachten der weißen Raute 135 Euro. In Spanien können es bis zu 200 Euro sein. In Deutschland ist die Höhe des Bußgeldes noch nicht festgelegt: Das neue Verkehrszeichen wird derzeit im Rahmen eines Pilotprojekts in Hamburg getestet. Das Gleiche geschieht derzeit auch in Österreich und in Italien, mit dem Ziel, die Bildung von Fahrgemeinschaften anzuregen und einen weiteren Anreiz für die Nutzung emissionsfreier Fahrzeuge zu schaffen.

Weitere Informationen zu den derzeit in Deutschland gültigen Verkehrszeichen finden Sie im offiziellen Katalog der Verkehrszeichen (VzKat) https://www.vzkat.de/ und auf der Verkehrszeichen-Seite des Bußgeldkatalogs https://www.bussgeldkatalog.org/verkehrszeichen.

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Oskar Herbert