

Der Krieg steht vor den Toren Europas: Ein Angriff aus dem Nichts zwingt nun ein beliebtes europäisches Urlaubsziel, sich auf das Schlimmste vorzubereiten.
In Zypern herrscht große Angst. In der Nacht von Sonntag auf Montag wurde die Insel von Drohnen angegriffen. Nun versammeln sich die Streitkräfte mehrerer europäischer Länder, um Zypern zu verteidigen und eine mögliche Evakuierung vorzubereiten.
Drohnenangriff auf Zypern
Immer wieder ertönte letzte Nacht der Alarm über Zypern, nachdem eine Drohne iranischer Herstellung die britische Militärbasis Akrotiri getroffen hatte, die unweit der bei Touristen sehr beliebten Stadt Limassol liegt. Die erste Drohne schlug in einem Hangar der Luftwaffenbasis ein. Zwei weitere Drohnen wurden kurze Zeit später abgefangen. Ein Sprecher aus London bestätigte, dass es sich um Drohnen vom Typ Shahed handelte. Woher sie gestartet wurden, ist jedoch noch unklar.
Verteidigung und mögliche Evakuierung Zyperns werden vorbereitet
Als Reaktion darauf haben mehrere europäische Länder Streitkräfte nach Zypern entsandt. Als erste trafen vier griechische F-16-Kampfflugzeuge ein, zwei griechische Fregatten sind nun ebenfalls vor der Insel stationiert. Frankreich hat eine schwere Fregatte ins östliche Mittelmeer verlegt. Weitere Luftabwehr- und Drohnenabwehrsysteme sollen direkt nach Zypern gebracht werden.
Spanien entsendet seine technologisch fortschrittlichste Fregatte Cristóbal Colón zusammen mit dem Flugzeugträger Charles de Gaulle in das Gebiet. Beide waren kürzlich für Übungen in der Ostsee im Einsatz. Sie werden voraussichtlich morgen vor der Küste Kretas eintreffen, wo die Cristóbal Colón die Patriot-Abwehrsysteme der Türkei verstärken soll. Die Cristóbal Colón wird auch bereitstehen, um bei der Evakuierung von Zivilisten zu helfen, die von dem Konflikt betroffen sein könnten.
Großbritannien erntet Kritik
Großbritannien hat bestätigt, dass mehrere Hubschrauber mit Drohnenabwehrfähigkeiten noch diese Woche in Zypern eintreffen werden. Die HMS Dragon, der Zerstörer, der den Luftwaffenstützpunkt schützen soll, liegt jedoch noch in Portsmouth. Medienberichten zufolge ist die Munition noch nicht geladen, und sowohl in Zypern als auch in Großbritannien wird heftige Kritik an der Verzögerung laut.
Vor wenigen Stunden hat auch die Türkei angekündigt, den Einsatz von F-16-Kampfflugzeugen zum Schutz der Türkischen Republik Nordzypern in Erwägung zu ziehen.
Keine militärische Unterstützung aus Deutschland
Wie n-tv berichtet, plant Deutschland laut einer Erklärung des Verteidigungsministeriums „derzeit keine zusätzlichen deutschen Militärkapazitäten“. Die deutschen Streitkräfte werden sich weiterhin auf die Stärkung der Ostflanke Europas konzentrieren.