Bundesamt warnt: Unerwartete Gefahr zieht über Deutschland auf

Das Winterwetter bringt nicht nur Schnee und Eis mit sich. Eine ernste, unsichtbare Bedrohung zieht derzeit über Deutschland auf. Die Behörden schlagen Alarm und haben eine Warnung für alle Bürger herausgegeben.

In weiten Teilen Deutschlands herrschen derzeit höchst gefährliche Bedingungen: Der DWD hat bereits in mehreren Regionen wegen unerwartet starker Schneefälle und Glatteis die Warnstufe Rot ausgegeben. Und jetzt das: Die EU-Luftüberwachung und das Umweltbundesamt warnen eindringlich vor einer massiven Wolke aus gefährlich verschmutzter Luft, die sich über weite Teile des Landes legt. Luft, die so schmutzig ist, dass selbst Menschen mit gesunden Lungen die Auswirkungen spüren könnten.

Gefährliche Verschlechterung der Luftqualität
Die Ursache für die plötzliche Verschlechterung der Luftqualität ist eine Smogwolke, die aus Polen herübergezogen ist. Auch dort hat der Winter erbarmungslos zugeschlagen, und 14 Kohlekraftwerke und unzählige Schornsteine stoßen vermehrt Emissionen in die Luft aus. Zusammen mit unseren eigenen Emissionen ergibt das eine Luft, die einer dicken, schmutzigen Suppe gleicht.

Wie die BILD schreibt, ist in Berlin die Feinstaubkonzentration (PM 2,5) auf 102 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) angestiegen. Die Karte des Umweltbundesamtes zeigt besorgniserregende Feinstaubkonzentrationen gerade oberhalb der Mitte und über dem Norden Deutschlands. Doch es soll noch schlimmer kommen: Winde aus Südost werden in den kommenden Tagen noch mehr schmutzige Luft bringen, warnen Wetterexperten. Meteorologe Dominic Jung sprach gegenüber der BILD von einer „eingefahrenen Wetterlage“, was bedeutet, dass die Luft einfach nicht ausreichend zirkuliert.

Was macht Feinstaub (PM 2,5) so gefährlich?
PM 2,5 bezieht sich auf den Durchmesser der Feinstaubpartikel – in diesem Fall 2,5 Mikrometer und weniger: Ein Mikrometer ist 1/1000stel eines Millimeters, diese Partikel sind also sehr, sehr klein. So klein, dass sie tief in die Lunge und von dort in den Körper eindringen können. Bei Menschen, die Feinstaubkonzentrationen von über 100 µg/m³ über mehrere Stunden einatmen, können folgende Symptome auftreten:

– Atemnot, Husten, Engegefühl in der Brust
– Juckende, tränende Augen und gereizte Schleimhäute
– Erhöhter Puls und Blutdruck
– Konzentrationsschwierigkeiten, Schwindel und Kopfschmerzen
– Kreislaufbelastung kann bei prädisponierten Personen das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt erhöhen
– Bei Asthmatikern kann es zu einer Verschlimmerung der Symptome kommen

Was können Sie tun, um sich zu schützen?
Informieren Sie sich über die Luftqualitätsvorhersage für Ihr Gebiet: Diese ist über Wetter-Apps wie AccuWeather und WeatherBug sowie über spezielle Apps wie die IQAir AirVisual App verfügbar. Auf der Website des Umweltbundesamtes finden Sie außerdem eine hilfreiche Karte. Wenn Sie sich Sorgen um die Folgen der Luftverschmutzung machen, liegt die Lösung vielleicht schon irgendwo in Ihrem Schrank oder in einer Schublade. Die Rede ist von den Masken, mit denen wir uns alle während der Pandemie eingedeckt haben: Sowohl KN95- als auch N95-Masken sind in der Lage, mindestens 95 % der Feinstaubpartikel herauszufiltern. (Anmerkung: Stoffmasken und OP-Masken filtern Partikel leider nicht so gut.)

Foto: Umweltbundesamt

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  • Schlechte Luft vom Winterwetter? Alles klar, die sollen mal aufhören zu sprühen.

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Oskar Herbert