

Die Lebenshaltungskosten steigen schmerzlich an. Es muss Hilfe her. Diese kommt nun in Form einer neuen, von der Bundesregierung beschlossenen Zahlung: Jeder Bürger soll Anspruch auf bis zu 540 Euro pro Jahr haben.
Die Rede ist von einer Zahlung, die helfen soll, die Altersvorsorge der Bürger zu sichern: dem seit langem diskutierten Altersvorsorge-Depot.
Bundesregierung beschließt Altersvorsorge-Depot
Viele Bürger haben derzeit Schwierigkeiten, genügend Geld aufzubringen, um angemessen für ihren Ruhestand zu sparen. Die Regierung hat daher eine Förderung von bis zu 540 Euro pro Jahr beschlossen, die den Sparbeiträgen der Bürger für das Alter hinzugerechnet und ihnen beim Aufbau eines finanziellen Polsters helfen soll.
Altersvorsorge-Depot: So soll es funktionieren
Ab 2027 erhalten Sie für jeden Euro, den Sie in Ihre Altersvorsorge einzahlen, einen Zuschuss von der Bundesregierung:
– Bei Beträgen zwischen 1 und 360 Euro werden 50 Cent pro Euro gezahlt.
– Bei Beträgen über 360 Euro und bis zu 1800 Euro werden 25 Cent pro Euro gezahlt.
Das bedeutet, dass ein Bürger, der 150 Euro pro Monat (d. h. insgesamt 1800 Euro pro Jahr) spart, mit dem neuen Zuschuss des Bundes 540 Euro zusätzlich zu seinen Ersparnissen erhalten kann.
Familien können sogar noch mehr bekommen, da für jedes Kind weitere 100 Euro gezahlt werden (gegen einen Eigenanteil von 25 Euro pro Monat).
Auch wenn 540 Euro pro Jahr nicht nach einer riesigen Summe klingen mögen, tragen sie doch dazu bei, dass die Ersparnisse und Anlagen der Bürger (einschließlich ETFs und Aktienfonds) erheblich wachsen, da die Zahlungen regelmäßig eingehen und im Laufe der Jahre Zinsen auf Zinsen erzielt werden. Der Zuschuss steht sogar Selbstständigen zur Verfügung.
Klingt gut, oder?
Verbraucherschützer äußern Kritik
Der Haken ist zweierlei. Wer nicht viel Geld hat und nicht viel sparen kann, erhält weniger Hilfe als diejenigen mit mehr Geld, die ohnehin besser für ihr Alter vorsorgen können. Das ist natürlich der Lauf der Welt, aber in diesem Fall gibt die Regierung letztendlich mehr Geld an diejenigen, die ohnehin schon mehr haben.
Der wirkliche Wermutstropfen liegt aber in den effektiven Kosten: Obwohl, wie Inside Digital schreibt, die Bundesregierung diese für Standardprodukte auf 1 Prozent pro Jahr gedeckelt hat, dürfte dies die Beträge, die die Menschen sparen können, erheblich schmälern. Daher wird derzeit eine niedrigere Kostendeckelung von 0,5 Prozent gefordert. Es bleibt abzuwarten, ob die Bundesregierung dieser Forderung Beachtung schenken wird.
Da diese Kosten deutlich höher sind als bei den meisten ETFs, könnten manche Anleger daher versucht sein, eigene Wege zu gehen und sich für Produkte privater Anbieter zu entscheiden, die möglicherweise mit höheren Risiken verbunden sind. Nichts hindert sie daran, dies zu tun. Nichts hindert sie jedoch auch daran, dabei ihr Geld zu verlieren.
Abgesehen von diesen Überlegungen ist es jedoch gut zu wissen, dass zumindest etwas Geld zur Unterstützung der Bürger kommt. Auf weitere, unmittelbarere Entlastungen zur Bewältigung der steigenden Lebenshaltungskosten muss jedoch noch gewartet werden.
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Und welche Unterstützung erhalten Rentner?