

An einem der schönsten und beliebtesten Strände Mallorcas ereignete sich am Wochenende eine tödliche Tragödie.
3 Kilometer weißer Sand und türkisfarbenes Wasser: Der unberührte Strand Es Trenc gilt zu Recht als einer der idyllischsten Orte Mallorcas. Am Sonntag wurde die Ruhe jedoch brutal gestört, als sich am Rande massiver Proteste eine erschütternde Tragödie ereignete.
Rettungskräfte zu Es Trenc gerufen
Der Notruf ging am Sonntagmorgen gegen 10:40 Uhr ein. Ein Schwimmer war in Not geraten. Als die Rettungskräfte eintrafen, war der Mann bereits von Zeugen aus dem Wasser gezogen worden.
Die Sanitäter begannen sofort mit Wiederbelebungsversuchen. Wie das „Majorca Daily Bulletin“ berichtet, wurde fast eine Stunde lang eine Herz-Lungen-Wiederbelebung durchgeführt, um den Kreislauf des Mannes zu reaktivieren und Wasser aus den Lungen zu entfernen. Doch schließlich mussten sich die Ärzte geschlagen geben. Der Mann wurde noch vor Ort für tot erklärt.
Später identifizierten die Behörden das Opfer als einen 60-jährigen Urlauber aus Deutschland. Es ist unklar, welche Umstände zu seinem Ertrinken führten. War der Herzstillstand die Ursache für das Ertrinken oder war er eine Folge davon? Die Behörden haben Ermittlungen aufgenommen. Es gab einige Zeugen der Tragödie: An jenem Morgen, an dem sich das schreckliche Unglück ereignete, hatten sich zehntausend Menschen am Es Trenc versammelt.
Massive Proteste gegen mutmaßliche Regierungspläne
Anlass war ein Protest gegen Pläne, die der spanischen Regierung vorgeworfen werden: Sie wolle den Schutz für das Naturschutzgebiet Es Trenc und den berühmten Strand verringern. Als Reaktion darauf hatten sich Tausende Menschen im seichten Wasser von Es Trenc versammelt und eine Menschenkette gebildet, die sich über die gesamte Länge des 3 km langen Strandes erstreckte. Viele nutzten die Gelegenheit auch, um gegen den Massentourismus zu protestieren.
Die Organisatoren – die Umweltorganisationen GOB und Terraferida sowie das Kollektiv „Menys Turisme, Més Vida“ (Weniger Tourismus, mehr Leben) – bezeichneten die gut besuchte Demonstration als überwältigenden Erfolg, der alle Erwartungen übertroffen habe. Die Veranstaltung wurde jedoch von dem tragischen Todesfall überschattet. Wie die BILD berichtet, wird kein Zusammenhang zwischen der Demonstration und dem Vorfall vermutet. Mehrere Strandbesucher waren zur gleichen Zeit vor Ort, als die Proteste stattfanden, und alles verlief friedlich.
Weitere Proteste auf den Balearen geplant
Eine weitere Welle von Demonstrationen gegen den Massentourismus ist laut dem „Majorca Daily Bulletin“ für den 26. Juli auf den gesamten Balearen geplant.