

Das Ebolafieber gehört zu den gefährlichsten Viruskrankheiten überhaupt. 90 Prozent der Infizierten sterben an der unheimlichen Krankheit, nachdem sie tagelang unter entsetzlichen Symptomen wie blutenden Schleimhäuten, Kreislaufzusammenbrüchen und Organversagen leiden. Jetzt erhöhen sich die Fallzahlen in Afrika wieder, zu einer denkbar ungünstigen Zeit. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) befinden sich große Teile Afrikas zurzeit in einer fragilen Sicherheitslage und rund 40 Millionen Menschen auf dem Kontinent sind zurzeit auf der Flucht oder wurden vertrieben. Damit erhöht sich die Gefahr der Ausbreitung von Ebolafieber auch auf andere Kontinente, was zu dem Entschluss der WHO geführt hat, eine internationale Gesundheitsnotlage auszurufen.
Bereits 80 Tote
Der neueste Ausbruch von Ebola wurde in der kriegszerrütteten Demokratischen Republik Kongo registriert. Dort haben sich bisher rund 250 Menschen mit dem Ebolavirus infiziert. 80 der Erkrankten sind bereits verstorben. Die WHO weist jedoch auf eine hohe Dunkelziffer hin, weil aufgrund der prekären politischen Situation im Lande viele Gebiete nicht zugänglich sind. Gleichzeitig befindet sich der Bereich des Ausbruchs in der Provinz Ituri an den Grenzen zum Südsudan und zu Uganda. Hinzu kommt, dass es für den augenblicklichen Ebola-Stamm noch keinen Impfstoff gibt, der das Leiden der Infizierten lindern könnte. Allerdings bekräftigt das US-amerikanische Gesundheitsinstitut NIH, dass dieser Stamm, auch Bundibugyo-Variante genannt, eine weitaus niedrigere Sterblichkeitsrate von 37 Prozent hat.
Buschfleisch verantwortlich
Ebolafieber ist hochansteckend und überträgt sich schnell von Mensch zu Mensch. Als größter Risikofaktor für eine Infizierung gilt der Konsum von „Buschfleisch“ von Wildtieren, die Viren und/oder Bakterien tragen. In der betroffenen Region konsumieren etwa 40 Prozent der Haushalte regelmäßig Buschfleisch, was zu dem augenblicklichen Ausbruch beigetragen haben könnte. In der Zwischenzeit weist die WHO darauf hin, dass es sich bei der ausgerufenen internationalen Gesundheitsnotlage nicht um eine Pandemiewarnung handelt. Ärzte und medizinisches Personal in der DR Kongo können zurzeit den Ausbruch noch unter Kontrolle halten. Allerdings hat jetzt auch Uganda den ersten Todesfall durch Ebola registriert und die Nervosität unter den afrikanischen Gesundheitsorganisationen steigt. Laut dem Robert Koch-Institut besteht in Deutschland nur ein minimales Risiko eines plötzlichen Ebola-Ausbruchs.