

In schon zwei Tagen ist es so weit. Millionen weltweit werden gespannt den Anstoß zur Fußball-Weltmeisterschaft ansehen, entweder von zu Hause aus oder live im Aztekenstadion im Stadtteil Coyoacán der mexikanischen Hauptstadt. Das größte Sportereignis des Jahres hat bereits im Vorfeld viel Kritik erhalten und die Schwierigkeiten nehmen nicht ab. Zu heiklen Einreise- und Visa-Anforderungen der Trump-Regierung sowie unerhört hohen Ticket- und offiziellen Fanartikel-Preisen reihen sich jetzt auch Bedenken in Hinsicht auf mögliche Naturkatastrophen zu den Problemen, mit denen sich der internationale Fußballverband FIFA auseinandersetzen muss. Eine Serie von Erdbeben hat gerade die englische Nationalmannschaft in Angst und Schrecken versetzt.
Spiele in der Gefahrenzone
Die meisten Nationalmannschaften befinden sich bereits in den Vereinigten Staaten, Mexiko und Kanada, um sich auf die Weltmeisterschaft vorzubereiten. Die englischen „Three Lions“ wurden dabei in Florida untergebracht, wo gestern ein Erdbeben der Stärke 6,1 auf der Richterskala das Trainingslager erschütterte und zu Evakuierungen im amerikanischen Bundesstaat führte. Das Epizentrum des Erdbebens befand sich zwar vor der kubanischen Küste, konnte aber in großen Teilen der südlichen US-Staaten sowie in Lateinamerika, darunter auch Mexiko, wahrgenommen werden. Das Beben war das stärkste in der Region seit dem Jahre 1880 und hat auch das US-amerikanische nationale Tsunami-Warnzentrum auf den Plan gerufen. Keine größeren Schäden an Gebäuden und Personen konnten bisher festgestellt werden und eine Entwarnung für Tsunamis wurde auch herausgegeben. Die englische Nationalmannschaft hat sich in der Zwischenzeit nach Kansas City in Missouri zurückgezogen. Sieben der 104 WM-Spiele werden in dem vom Erdbeben betroffenen Gebiet ausgetragen, darunter ein Viertelfinale und das Spiel um Bronze.
Gefaehrliche Weltmeisterschaft
Auch die deutsche Nationalmannschaft ist in ihrem Quartier angekommen. Der Stützpunkt der Nationalmannschaft befindet sich in Winston-Salem in North Carolina im Osten der USA, das erste Spiel gegen WM-Neuling Curaçao wird allerdings am 14. Juni 2026 im Houston-Stadion stattfinden. Auch Houston befindet sich in einer Gefahrenzone für Erdbeben und hat erst vor wenigen Tagen ein kleineres Beben der Stärke 3,1 auf der Richterskala erlebt. In der Zwischenzeit befürchten internationale Beobachter weit größere Probleme im zweiten Gastgeberland Mexiko, wo zurzeit Teile der Bevölkerung gewaltsam in der Hauptstadt demonstrieren und organisierte Verbrecherbanden das tägliche Leben durch brutale Übergriffe, Massenmorde und Entführungen terrorisieren.