

Experten warnen vor einer besonders “ernsthaften Eskalation“ im Krieg, die uns auch in Deutschland betrifft: Terroristen haben das sogenannte Tor der Tränen (Bab al-Mandab), eine Meerenge am Roten Meer, blockiert. Mindestens drei Supertanker mussten schon umdrehen.
Neue Seeblockade der Huthi-Miliz! Diesmal traf es aber nicht die Straße von Hormus, sondern das sogenannte Tor der Tränen am südlichen Ausgang des Roten Meeres. Die Terrormiliz, die bekanntlich vom Iran unterstützt wird, hatte die Seeblockade gegen Saudi-Arabien am Montag ausgerufen.
Angriffe verändern die Preise
Das hat äußerst unangenehme Konsequenzen für die globale Ölversorgung. Nach Einschätzung des Seehandelsexperten Arsenio Longo ist auch der Zeitpunkt denkbar ungünstig: „Wegen der Krise in Hormus läuft derzeit ein großer Teil der saudischen Öl-Exporte über Yanbu am Roten Meer. Nun wird genau diese Ausweichroute bedroht. Raketen, Drohnen und einzelne Angriffe reichen aus, damit Versicherer die Preise erhöhen und Reeder Fahrten verschieben.“ Die Folge seien „noch höhere Transportkosten, Verzögerungen und zusätzlicher Druck auf den Ölpreis“.
Das wird auch Deutschland zu spüren bekommen. Eine solche Blockade der Huthis könnte eine Reduktion der Öl-Exporte aus dem Nahen Osten um weitere 2,5 Millionen Barrel pro Tag bedeuten, wie US-Ölmanager Andrew Lipow vorrechnet. Sofern auch der Verladeterminal in Yanbu ins Visier der Verbrecher kommen sollte, „sind sogar 4,5 Millionen Barrel an Saudi-Exporten gefährdet“, so Lipow zur BILD. Der Ölpreis könnte als Konsequent um etwa zehn Dollar pro Barrel ansteigen, wobei er aktuell etwa 80 Dollar beträgt!
„Ernsthafte Eskalation“
US-Experte Ben Cahill zeigt sich ebenso sorgenvoll: „Die Drohung der Huthis ist eine ernsthafte Eskalation. Tanker-Besitzer und Besatzungen scheinen bereits zunehmend davor zurückzuschrecken, die Meerenge Bab al-Mandab zu durchqueren!“
Huthis demonstrieren ihre Macht
Schon Ende des Jahres 2023 bewiesen die Huthis ihre Macht durch die Kontrolle der Meerenge, welche das Rote Meer mit dem Golf von Aden verbindet und dadurch zu den wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt zählt. Mit mehr als 100 Angriffen auf Handelsschiffe wurde der Welthandel massiv ins Wanken gebracht – jetzt könnte die Lage sogar noch weit brisanter werden.