

Der US-amerikanische Staat ist im Grunde insolvent. Die staatliche Verschuldung hat einen unglaublichen Betrag von 40 Milliarden US-Dollar erreicht und die Zinszahlungen allein sind jetzt größer als das gesamte Verteidigungsbudget der Vereinigten Staaten. Nach dem Motto „Too big to fail“ (zu groß, um zu scheitern) hat der amerikanische Präsident Donald Trump eine immer größere Schuldenlast auf das Land und seine Bürger gelegt und jetzt wird es zunehmend schwieriger für die amerikanische Regierung, neue Darlehen aufzunehmen, um wenigstens die Zinsen zu zahlen. Aber Trump wäre nicht Trump, wenn er die Schuld für die Schulden nicht anderen in die Schuhe schieben könnte. Jetzt sollen Europa, und insbesondere Deutschland, sowie Japan für die Verschwendungssucht der amerikanischen Regierung geradestehen. Dabei schreckt Trump auch nicht davor zurück, mit militärischer Macht zu drohen.
Amerikas größter Feind
Trumps größter Feind ist weder der Iran, noch Kanada oder alle anderen linksorientierten Regierungen in der Welt. Die größte Gefahr für den endgültigen Untergang seiner prekären Schuldenpolitik kommt von Wall Street und dem amerikanischen Finanzsystem, das sich auch nach den größten Anstrengungen seitens des amerikanischen Finanzministeriums unter Minister Scott Bessent einfach nicht kontrollieren lässt. Gerade ist ein weiterer Versuch Bessents gescheitert, den Markt durch Rückkäufe von Staatsanleihen zu stimulieren. Dabei sollen traditionelle Geldgeber wie Banken oder andere Staaten dazu ermutigt werden, weitere Darlehen an die USA auszustellen. Diese sogenannten Marktinterventionen erzielen äußerst selten den gewünschten Erfolg und gehen gerne nach hinten los. Trump gibt zu, dass die Regierung versucht hatte, auf dem Markt zu intervenieren, ohne das gewünschte Resultat zu erzielen. Jetzt droht er: „Die ultimative Intervention ist unser Militär. Und wenn wir es einsetzen müssen, werden wir es tun“.
Kein schlechter Witz, sondern massive Drohung
Die Aussage wurde bei vielen als ein Witz aufgenommen. Schließlich kann Trump keine Bombe auf die globalen Finanzzentren werfen oder seine Soldaten losschicken, um Börsen zu besetzen. Experten sind sich jedoch im Klaren darüber, dass die Trump-Regierung jetzt im Ausland nach neuen Darlehen sucht und nicht mit militärischem Einmarsch, sondern mit militärischem Entzug droht. Im Fokus stehen Japan und Europa, die global noch einigermaßen ökonomisch stabil dastehen und sich am leichtesten von Trump schikanieren lassen. Das Ziel der amerikanischen Regierung ist es, einzelne Länder, darunter insbesondere Deutschland, zum Kauf von sogenannten US-Staatsanleihen zu zwingen. Dabei werden die Amerikaner äußerst günstige Bedingungen verlangen, darunter Rückzahlungsverträge über 100 Jahre – mit 0 Prozent Zinsen. Im Gegenzug wollen die Amerikaner ihre militärischen Schutzschirme in den betroffenen Ländernlassen. Sollte die deutsche Regierung, die im Augenblick selbst auf einem unbezahlbaren Schuldenberg sitzt, dem nicht Folge leisten, könnten bald alle amerikanischen Truppen und Militäranlagen aus Deutschland abgezogen werden.