Fatale Entwicklung bei beliebter Schokolade: Das ist der „Tod jeder Marke“

Ob Sie nun Schokolade für einen gemütlichen Abend zu Hause kaufen möchten oder schon an Ostern denken – es ist das Letzte, was Verbraucher hören wollen: Verbraucherschützer schlagen Alarm. Die Rede ist von einer fatalen Entwicklung, die eine unserer beliebtesten Schokoladenmarken betrifft.

Es ist „der Tod jeder Marke“, warnt ein Unternehmer, der von der Frankfurter Rundschau zitiert wird. Bei einer unserer bisher beliebtesten Marken findet eine Entwicklung statt, die nichts Gutes verheißt.

„Shrinkflation“ wird immer schlimmer
Die Preise steigen, der Inhalt sinkt, und Schokoladenfans müssen nach den besten Sonderangeboten suchen, um ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zu erzielen. Die Rede ist natürlich von Milka. Bereits seit letztem Jahr sind die lila Tafeln immer wieder in den Schlagzeilen, da die Empörung über Milkas dreiste Mogel-Verpackung (+ 56 % Preiserhöhung) wächst. Nun stellt sich jedoch heraus, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelt, sondern dass die Lage viel schlimmer ist.

Die Verbraucher verlieren ihr Vertrauen, und das aus gutem Grund: Einerseits rechtfertigte Milka-Eigentümer Mondelez die starken Preiserhöhungen mit dem Argument unvermeidbarer, höherer Kosten, insbesondere für Kakao. Seitdem ist der Kakao jedoch wieder billiger geworden, während der Verkaufspreis hoch geblieben ist. Stattdessen gibt es immer mehr Sonderangebote, die auf diesem überhöhten Verkaufspreis basieren, sodass sich einige Verbraucher fragen, ob der Hersteller lediglich testet, wie viel sie bereit sind, zu zahlen.

Verbraucherzentrale warnt: „Mogelpackungsliste“ wird größer
Die schlechte Nachricht für Verbraucher: Wie die Verbraucherzentrale Hamburg warnt, ist die Strategie von Milka „gängige Praxis im Supermarkt“ – und das nicht nur bei Schokolade. Die Liste der von verärgerten Verbrauchern eingereichten „Mogelpackungen”, die auf der Website der Verbraucherzentrale zu finden ist, ist in der Tat erstaunlich lang, und Milka ist bei weitem nicht die einzige bekannte Marke darauf.

Milka erhielt die „Auszeichnung“, aber weitere Kandidaten für die „Mogelpackung des Jahres“ 2025 waren:

Dr. Oetker Käse-Streusel-Backmischung (+ 90 %)
Kölln XXL-Schoko-Hafer-Müsli (+ 30 %)
Knorr Penne Pomodoro Mozzarella (+ 29 %)
Jacobs 3in1-Classic-Kaffeesticks (56 %)

Das Vertrauen der Verbraucher nimmt ab
Wem kann man also noch vertrauen? Wie sollen Verbraucher wissen, ob eine Marke wirklich zu einer Preiserhöhung gezwungen ist oder ob sie einfach auf den Zug aufspringt, um ihre Gewinne zu steigern? Die Verbraucherzentrale fordert dringend eine „Preistransparenzstelle“, die genau aufzeigen soll, woraus sich die Preise, die Verbraucher zahlen sollen, zusammensetzen und wer davon profitiert.

Immer mehr Verbraucher greifen zu Supermarkt-Eigenmarken
In der Zwischenzeit müssen Verbraucher jedoch selbst entscheiden, für welche Marken es sich lohnt, mehr zu bezahlen. Milka wird dieses Ostern wahrscheinlich auf weniger Einkaufslisten stehen als je zuvor, und Bewertungen von Stiftung Warentest und Ökotest empfehlen meist Supermarkt-Eigenmarken unter den besten Optionen. Anderswo rufen Social-Media-Nutzer zu einem Boykott von Milka-Schokolade auf. Auch wenn dies vielen etwas extrem erscheinen mag, ist eines sicher: Für die Verantwortlichen von Marken wie Milka sollten die aktuellen Entwicklungen ein dringender Weckruf sein.

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Oskar Herbert