Gefahr im Briefkasten: Polizei warnt Haushalte bundesweit

Polizei und Verbraucherzentralen schlagen Alarm: Haushalte im ganzen Land erhalten derzeit ein unerwartetes Schreiben. Wer falsch reagiert, könnte dafür teuer bezahlen.

Die meisten von uns wissen mittlerweile, dass wir bei E-Mails vorsichtig reagieren müssen, doch Post, die in unserem Briefkasten landet, kann uns immer noch überrumpeln – vor allem, wenn sie persönlich an uns gerichtet ist und wichtige Daten enthält.

Polizei warnt vor gefälschtem Schreiben
Das Schreiben stammt von der Garantie Inkasso GmbH, die nach eigenen Angaben im Auftrag einer Lotteriegesellschaft handelt. Das Unternehmen gibt möglicherweise eine Adresse unter anderem in Krozingen oder Mühlhausen an. Es bestehen offene Forderungen, und es wurden bereits ein Inkassoverfahren sowie eine Kontopfändung eingeleitet. Wie die Polizei Olpe warnt, haben die Betrüger in mehreren Fällen an dieser Stelle tatsächlich die echte Kontonummer des Empfängers angegeben!

Um rechtliche Schritte und die Möglichkeit einer Kontopfändung zu vermeiden, wird den Empfängern geraten, ihre bestehende Mitgliedschaft zu kündigen und sich unverzüglich mit dem Inkassounternehmen in Verbindung zu setzen.

Es muss sich um einen Irrtum handeln, werden die meisten an dieser Stelle denken. Manche könnten sogar einen Betrugsversuch vermuten. Doch die Tatsache, dass der Brief persönliche Daten enthält, sorgt für zusätzliche Verunsicherung. Hinzu kommt, dass die Betrüger Druck ausüben, um ihr Opfer zum Handeln zu zwingen. Schließlich möchte niemand, dass sein Konto gepfändet wird, und jede Verzögerung bei der Antwort führt laut dem Schreiben zu noch höheren Inkassokosten.

Verbraucher sollten unbedingt Vorsicht walten lassen.
Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen! Wie die Polizei rät, sollten Sie sorgfältig prüfen, ob es sich um eine seriöse Forderung handelt. Folgende Anzeichen können, wie Experten raten, auf einen Betrug hindeuten:

– Fehlende Angaben zum Gläubiger, zum Vertragsdatum usw.
– Die Angaben des Inkassounternehmens müssen im Rechtsdienstleistungsregister überprüfbar sein, aber Vorsicht: Es ist bekannt, dass Betrüger die Daten echter Unternehmen verwenden.
– Der Brief zielt darauf ab, den Empfänger mit Androhungen rechtlicher Schritte oder einer Kontopfändung unter Druck zu setzen.
– Die Empfänger werden aufgefordert, den ausstehenden Betrag auf ein angegebenes Konto zu überweisen – dieses befindet sich oft im Ausland (die IBAN beginnt nicht mit „DE“).

Wenn Sie ein solches Schreiben erhalten, sollten Sie weder die darin angegebene Telefonnummer noch die E-Mail-Adresse kontaktieren und keine Zahlungen leisten oder persönliche oder Bankdaten preisgeben. Wenden Sie sich stattdessen an die Polizei oder die Verbraucherzentrale, um Rat einzuholen. Sollten Sie aufgrund eines solchen Schreibens bereits Zahlungen geleistet haben, sollten Sie Ihre Bank umgehend informieren.

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Oskar Herbert