

Amtliche Warnung: Eine neue Betrugsmasche birgt eine akute Gefahr für Bürger: Geld, Daten und die gesamte finanzielle Existenz stehen auf dem Spiel. Betrüger haben einen Weg gefunden, alles zu stehlen und dabei unermesslichen Schaden anzurichten.
Die Wirtschaft vieler europäischer Länder befindet sich im Umbruch – Deutschland bildet da keine Ausnahme. Tag für Tag liest man von immer mehr verlorenen Arbeitsplätzen. Und der Wettbewerb um gute Jobs ist hart. Betrüger wissen nur zu gut, wie sie die Verzweiflung von Arbeitssuchenden für ihre eigenen Zwecke ausnutzen können. Das Schweizer Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) hat eine dringende Warnung herausgegeben.
Laut BACS gibt es derzeit drei Betrugsmaschen, vor denen sich Arbeitssuchende unbedingt in Acht nehmen müssen:
Arbeiten im Ausland
Ein Job an einem traumhaften Ort: Mit dem nahenden Sommer finden sich auf Jobportalen zahlreiche attraktive Stellenangebote in Hotels. Doch hinter einigen dieser Anzeigen verbirgt sich eine gefährliche Falle: Wer sich bewirbt, ist überglücklich, wenn ihm mitgeteilt wird, dass seine Bewerbung erfolgreich war. Er muss lediglich zwischen 300 und 100 Euro für Gebühren, eine Arbeitserlaubnis und/oder eine Krankenversicherung überweisen … Selbst wenn sie an dieser Stelle einen Verdacht schöpfen und kein Geld überweisen, haben die Betrüger in der Regel bereits über die Bewerbung viele sensible Informationen in ihre Hände bekommen.
Von zu Hause aus arbeiten
So einfach und bequem – von zu Hause aus arbeiten! Erfolgreiche Bewerber erhalten Zugang zu einer Plattform, die kleine Aufträge vergibt – vom Testen von Apps über das Empfehlen von Produkten bis hin zur Bewertung von Mode. Jeder erledigte Auftrag erhöht das „Guthaben“ des Nutzers. Genau die Art von Arbeit, die die meisten von uns gerne in ihrer Freizeit machen würden. Doch wie sich herausstellt, ist die Anzahl der „kostenlosen“ Aufgaben begrenzt. Um mehr zu erhalten, ist eine Gebühr fällig. Viele Menschen sehen ihr wachsendes „Guthaben“ und zahlen. Das böse Erwachen kommt, wenn sie versuchen, sich auszahlen zu lassen – es fallen weitere Gebühren an, sofern sie nicht ein bestimmtes Niveau erreichen. Wie der Focus schreibt, kommt es nie zu einer tatsächlichen Auszahlung.
Betrüger nutzen echte Unternehmen
Betrüger nutzen für ihre Stellenanzeigen-Betrügereien zunehmend echte Unternehmen: nämlich authentische Firmen, die zwar registriert sind, aber keine eigene Website haben. Mithilfe von KI können die Betrüger schnell eine Online-Präsenz aufbauen. Ein Arbeitssuchender, der sich informiert, würde niemals einen Verdacht schöpfen. Die Betrüger schalten dann zahlreiche attraktive Stellenanzeigen: Die Bewerber erhalten ein Passwort für eine geschützte Unterseite, auf der sie im Rahmen des Bewerbungsprozesses aufgefordert werden, ihre persönlichen Daten einzugeben und Aufgaben zu erledigen. Ein Opfer berichtet, dass es aufgefordert wurde, Kryptowährungsgutscheine zu kaufen.
Arbeitssuchende machen sich strafbar
Die Verbraucherzentrale Niedersachsen fügt der Liste einen weiteren Betrugsfall hinzu: Dabei werden erfolgreiche Bewerber von ihrem potenziellen Arbeitgeber aufgefordert, ein Bankkonto zu eröffnen – angeblich nur zu „Überprüfungszwecken“. Sobald die Überprüfung abgeschlossen sei, werde das Konto geschlossen. Das geschieht natürlich nie – stattdessen nutzen die Betrüger das Konto im Namen des Opfers zur Geldwäsche. Das Opfer bemerkt möglicherweise gar nicht, was geschehen ist, bis die Polizei vor seiner Tür steht.
Jobangebot-Betrug: So schützen Sie sich
Die Jobsuche kann sehr schwierig sein. Der Wettbewerb ist hart, und Ablehnungen können einen verzweifeln lassen. In der Regel gilt jedoch: Wenn ein Angebot zu gut erscheint, um wahr zu sein, oder wenn eine Zusage unerwartet leicht zustande kommt, könnte durchaus etwas faul sein. Die Gefahr lauert nicht nur in Online-Anzeigen, sondern auch in Printanzeigen in Zeitungen: Recherchieren Sie sorgfältig – schauen Sie sich die registrierten Unternehmensdaten an und vergleichen Sie diese mit den Angaben, die Sie erhalten haben. Eine Möglichkeit, sich zu vergewissern, ist, das Unternehmen unter seiner offiziellen Telefonnummer anzurufen.
Wenn Sie glauben, dass Sie bereits Opfer eines Betrugs wie dem oben beschriebenen geworden sind, sollten Sie sich umgehend an die Polizei und Ihre Bank wenden. Die Verbraucherzentrale kann Ihnen helfen, die richtigen Schritte zu unternehmen.