

Plötzlich dröhnte der Motor, der schwere SUV sprang über den Bürgersteig. Schreie ertönten. Für die Menschen auf dem Gehweg blieb einfach keine Zeit, sich in Sicherheit zu bringen.
Schockierende Szenen in Hamburg-Altona: Ein schwerer SUV – ein Land Rover Discovery – über 2 Tonnen Metall – sprang vor einer Schule über den Bürgersteig und fuhr direkt in eine Gruppe von Schulkindern.
Notdienste lösen Großalarm aus
Die Notdienste waren innerhalb kürzester Zeit am Einsatzort vor der Gorch-Fock-Schule in Blankenese. Aufgrund der Schwere des Vorfalls wurde der Großalarm ausgelöst. Zehn Menschen befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks vor Ort.
Denn es handelte sich tatsächlich um ein Unglück. Kein Terrorakt, sondern ein schwerwiegender Fehler. Wie die Hamburger Morgenpost (MOPO) berichtet, stellte sich heraus, dass die Fahrerin des Fahrzeugs eine 75-jährige Frau war, die gerade ihre Enkelkinder zur Schule gebracht hatte. Es scheint, dass sie beim Ausparken die Kontrolle über das Fahrzeug verlor und plötzlich stark beschleunigte. Das Fahrzeug raste über den Gehweg, durch eine Buchenhecke und kam erst zum Stehen, als es gegen einen Metallzaun prallte.
Zwei Kinder schwer verletzt
Drei Kinder wurden vom Fahrzeug erfasst. Zwei von ihnen, Geschwister im Alter von 7 und 10 Jahren, wurden schwer verletzt und mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Glücklicherweise sind ihre Verletzungen nicht lebensgefährlich – eines erlitt einen Armbruch, das andere eine Verletzung am Brustkorb. Das dritte Kind erlitt leichtere Verletzungen und konnte nach einer Untersuchung durch die Rettungskräfte vor Ort mit seinem Vater nach Hause gehen. Mehrere andere Personen mussten wegen eines Schocks behandelt werden. Zu denjenigen, die medizinische Hilfe benötigten, gehörte auch ein Helfer, der zur Unfallstelle geeilt war. Die Schule wird in den kommenden Tagen Seelsorge und Unterstützung für Schüler und Eltern anbieten.
Wie konnte die Fahrerin nur so die Kontrolle verlieren?
Wie die BILD berichtet, wurde die Fahrerin von der Polizei zur Polizeiwache gebracht. Wie konnte sie nur so die Kontrolle verlieren? Hat sie versehentlich die Pedale verwechselt? Es ist wahrscheinlich, dass sie sich einer Fahrtauglichkeitsprüfung unterziehen muss. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern noch an.
Laut MOPO hatten die Schulleitung und der Elternrat erst am Vortag über das zunehmende Problem der Verkehrssituation auf der Karstenstraße vor der Schule diskutiert. In einem nach dem Unfall verfassten Brief an die Eltern der Schüler versichert Schulleiter Karsten Wandtke-Rumpf, dass an Verbesserungen gearbeitet werde, und bittet die Eltern, die Straße nicht als Haltezone zum Absetzen und Abholen zu nutzen, sondern stattdessen Laufgemeinschaften zu organisieren.