

Die augenblickliche Hitzewelle, die über Deutschland hereingebrochen ist, birgt eine Reihe größerer Gefahren, als man vielleicht denkt. Die extreme Hitze kann nämlich weitere lebensbedrohliche Wetterphänomene hervorrufen, die man in Deutschland bisher nicht gewohnt ist. Jetzt warnen Meteorologen, dass in den Abendstunden und über Nacht in Teilen Deutschlands Tornados entstehen könnten, die innerhalb kürzester Zeit ganze Landstriche verwüsten. Tornados entstehen, wenn feuchte Gewitterluft auf stürmische Böen trifft, und ab etwa 20 Uhr heute Abend sollen die optimalen Bedingungen für starke Wirbelstürme in gewissen Regionen in Deutschland vorhanden sein.
Sichere Unterbringung
Besonders betroffen sind Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, wo neben der Tornado-Gefahr auch die Chancen für Schwergewitter mit Hagel, Sturmböen und sintflutartigem Regen am größten sind. Auch in der Eifel, in Rheinland-Pfalz, dem Saarland und in Hessen könnten sich heute schwere Gewitter mit anschließenden Wirbelstürmen zusammenbrauen. Selbst ohne Tornados kann es in den betroffenen Gebieten zu Wetterkatastrophen mit faustgroßen Hagelkörnern und Windböen mit einer Geschwindigkeit von über 70 Kilometern pro Stunde kommen. Meteorologen empfehlen deshalb, dass alles, was nicht niet- und nagelfest ist, sicher in Innenräumen zu verstauen ist, um die Unfallgefahr zu verringern. Zudem haben die augenblicklichen Wetterverhältnisse auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe dazu bewegt, eine amtliche Warnung an die Bevölkerung herauszugeben.
Besonders schlimm in Städten
Laut dem Bundesamt sind besonders Bewohner in Innenstädten großen Gefahren in der Hitze ausgesetzt. Am Samstag soll es demnach in den meisten Berliner Stadtteilen unerträglich heiß werden, weil sich dort die Hitze anstaut und nachts nicht entweichen kann. Das Bundesamt empfiehlt deshalb: „Vermeiden Sie nach Möglichkeit die Hitze, trinken Sie ausreichend Wasser und halten Sie die Innenräume kühl“. Zu große Hitzeeinwirkung auf den menschlichen Körper kann Schwindel, Verwirrtheit, Erschöpfung oder einen Hitzschlag auslösen. Vor allem Menschen ab 65 Jahren, Menschen mit Vorerkrankungen, Säuglinge und Kleinkinder sind gefährdet.