Mitten im Krieg: Dubai verhaftet Touristen

Der unerwartete Angriff auf den Iran und die Antwort des Mullah-Regimes haben nicht nur die Regierungen in den arabischen Ländern unangenehm überrascht. Hunderttausende Touristen aus der ganzen Welt wachten auf und befanden sich plötzlich inmitten einer Kriegszone. Mehr als 30 000 deutsche Urlauber, darunter viele Familien, waren über Nacht in einem brutalen Konflikt gelandet und konnten über viele Tage hinweg nicht ausreisen, weil die Flughäfen aufgrund der Angriffe geschlossen gehalten wurden. 

Obwohl Evakuierungsflüge seither begonnen haben, befinden sich zurzeit immer noch rund 2000 deutsche Touristen in Dubai fest. Diese haben jetzt neben Raketen und Drohnen auch eine weitere Gefahr zu befürchten. Im Laufe der letzten Tage hat die Regierung in den Vereinigten Arabischen Emiraten nämlich über 20 Touristen festgenommen und inhaftiert. 

Soziale Medien bergen unerkannte Gefahren 

Die Touristen wurden von den arabischen Behörden festgenommen, weil sie während der iranischen Angriffe auf das Land Bilder gemacht und diese auf den sozialen Medien verbreitet hatten. Gemäß den umstrittenen Cybercrime-Gesetzen in den Emiraten ist es nämlich verboten, Fotografien oder Filme im Land zu machen und zu posten, die die Nation in einem nachteiligen Licht darstellen könnten. Das Gesetz gilt für Touristen, Einheimische und auch Journalisten gleichermaßen. Dabei ist es nicht nur verboten, die Bilder zu verbreiten, sondern auch, diese zu kommentieren. Pressefotografen und Kamerateams von Nachrichtenagenturen kennen die Gesetze nur zu gut und schicken ihre Nachrichten normalerweise erst, wenn sie sich sicher wieder außerhalb der Grenzen der VAE befinden. Touristen kennen die Gesetze weniger und können deshalb unangenehmen Konfrontationen mit der örtlichen Polizei und darauffolgenden Aufenthalten in arabischen Gefängnissen ausgesetzt werden. 

Irritation über Influencer 

Die VAE sind ein beliebter Aufenthaltsort für Influencer aus der ganzen Welt, die täglich von ihrem luxuriösen Alltag im Land berichten. Während der Krise verhalten sich viele dieser Internet-Gewerbetreibenden auffällig positiv und irritieren mit Sonnenscheinberichten aus einer Gegend, die in den Nachrichten als Kriegszone dargestellt wird. Die Influencer haben aber keine andere Wahl, wenn sie nicht auch in Gefängnissen landen wollen. Neben den arabischen Nationen im Nahen Osten hat jetzt auch Israel ähnliche Gesetze eingeführt. Hierbei dreht es sich gemäß der Regierung um Maßnahmen, die verhindern sollen, dass iranische Streitkräfte oder Hisbollah-Terroristen durch die Aufnahmen, die auf sozialen Medien zirkulieren, strategische Ziele identifizieren können.

Kommentare anzeigen

  • Ja da sind die Touristen selber Schuld, wenn man Fotos macht die Angriffe auf DUBAI zeigen und sie anschließend ins Netz stellt wird man überall in diesen Ländern verhaftet.
    In Israel nimmt man den CNN Reportern die Handys weg um Aufnahmen die, die tatsächliche Zerstörung von TEL AVIV zeigen zu verhindern.
    Es tut mir leid für diese Touristen die Verhaftet wurden. Es ist einfach jetzt zu sensibel für
    DUBAI/ UAE sowas zu ignorieren.

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Alexander Grünstedt