Intensive Mörderjagd nimmt dramatisches Ende

Der Mord an dem 14-jährigen Yosef in Dormagen hat das ganze Land seit mehr als einer Woche in Atem gehalten. Heute Nachmittag sollte eine Gedenkfeier zu Ehren des lebensfrohen Teenagers stattfinden, gefolgt von der Beisetzung im nahen Familienkreis. Zuvor hat die Polizei jedoch eine Überraschung für die Trauernden bereit: Nach einer fieberhaften Suche und gründlichen Ermittlungen konnte heute ein Tatverdächtiger in dem Mord an Yosef festgenommen werden. Obwohl die Erleichterung groß ist, versetzt das Alter des überführten Täters die ermittelnden Beamten und die Öffentlichkeit in Entsetzen. Nach Angaben der Polizei im nordrhein-westfälischen Dormagen soll es sich bei dem Kindermörder nämlich ebenfalls um ein Kind handeln. 

Brutales Vorgehen 

Yosefs Leiche wurde Ende Januar von einem Spaziergänger an einem See in Dormagen aufgefunden. Wenige Stunden zuvor hatte der Junge sich auf den Weg zum örtlichen Schützenverein gemacht, in dem er ein begeistertes und sehr aktives Mitglied gewesen war. Er kam niemals dort an. Stattdessen traf der Junge aus Eritrea, der mit seiner Mutter in einer örtlichen Flüchtlingsunterkunft lebte, an dem abgelegenen Waldsee auf seinen Mörder. Dieser soll jetzt nach Angaben der Polizei gerade mal 12 Jahre alt sein. Was genau zwischen dem vermeintlichen Täter und seinem Opfer vorgefallen war und welche Gründe dazu führten, dass Yosef auf brutale Weise sein Leben verlieren musste, ist nicht bekannt. Eine Obduktion der Leiche hat ergeben, dass Yosef an den Folgen von mehreren Stich- und Schnittverletzungen verstorben war. 

Polizei schweigt 

Aufgrund des jungen Alters des vermeintlichen Täters können die Polizei und die Staatsanwaltschaft keine Auskünfte zu den weiteren Ermittlungen geben. Die Behörden berufen sich auf die strengen deutschen Regeln zum Persönlichkeits- und Jugendschutz, die wahrscheinlich dazu führen werden, dass der Täter nicht zur Rechenschaft gezogen werden kann. Die deutsche Gesetzgebung hat das Mindestalter für eine Strafmündigkeit auf 14 Jahre festgelegt. Die Polizei in Dormagen hat bisher auch keine Angaben dazu gemacht, inwieweit die hohe Belohnung von 10 000 Euro für Hinweise zum Mörder dabei behilflich war, den Täter letztendlich zu überführen. 

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Alexander Grünstedt