

Der Mord an der schwangeren 19-jährigen Zare Gyndy in Köln im Jahre 2017 erschütterte das ganze Land. Sie war gerade dabei, ihr Leben neu einzurichten und das Elternhaus zu verlassen, als sie heimtückisch von ihrem eigenen Vater angegriffen und brutal ermordet wurde. Danach lag sie tagelang in einem Versteck hinter ihrem Elternhaus und konnte nicht aufgefunden werden, bis ihr flüchtiger Mörder die Polizei im Irak telefonisch über den Tatort und Fundort der übel zugerichteten Leiche informierte. Seither fehlt von Hassan Fayas Gyndy jede Spur. Neuesten Erkenntnissen zufolge könnte der deutsch-irakische Staatsangehörige allerdings wieder nach Deutschland zurückgekehrt sein, wo auch seine Familie lebt. Das Bundeskriminalamt hat deshalb die Ermittlungen wieder aufgenommen.
Auf Interpols „Most Wanted“ -Liste
Gleichzeitig hat auch die internationale Polizeibehörde Interpol die Jagd nach dem kaltblütigen Mörder aufgenommen und den 54-Jährigen auf die „Most Wanted“-Liste, auch „Red Alert“-Liste genannt, gesetzt. Laut Angaben des BKA und Interpols gehört der im Irak geborene Gyndy der jesidischen Glaubensgemeinschaft an. Als Hintergrund für die grausame Tat am eigenen Kind vermuten die Ermittler, dass Gyndy mit der Beziehung seiner Tochter zu einem Mitglied einer anderen Glaubensgemeinschaft nicht einverstanden war. Dass sie dann von diesem Mann schwanger wurde und versuchte, Zuflucht in einem Frauenhaus in Köln zu finden, hatte das Fass zum Überlaufen gebracht. Unter dem Vorwand, sie in ihr neues Heim zu fahren, lockte er die Tochter in sein Auto und fuhr sie zu einem entlegenen Ort, wo er sie hinterrücks erstach.
Staatsanwaltschaft verspricht Belohnung für Hinweise
Laut einem gerade veröffentlichten Fahndungsplakat ist Hassan Fayas Gyndy 1,64 Meter groß und von einer hageren Statur. Er hat weißgraue Haare, braune Augen und trägt auf dem rechten Handrücken sowie auf der rechten Oberlippe markante Narben. Für Angaben zum augenblicklichen Aufenthaltsort und Informationen, die zur Festnahme von Gyndy führen, hat die Staatsanwaltschaft in Köln eine Belohnung von 5000 Euro versprochen. Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat in NRW unter der Rufnummer 0221 229-0, oder per E-Mail an mkzafira.koeln@polizei.nrw.de entgegen.