NATO jagt russische U-Boote aus dem arktischen Meer

Die hybride Kriegsführung Russlands gegen Europa hat sich besonders in diesem Jahr verstärkt, und oft werden die europäischen Regierungen und die NATO beschuldigt, sich nicht ausreichend dagegen zu wehren. Seit dem Drohnenfund in der Nähe eines ukrainischen Flugzeugs auf dem Flugplatz Leipzig/Halle, der eindeutig russischen Machenschaften zugeordnet werden konnte, hat sich die Situation geändert. Statt leeren Drohungen, die in Moskau offensichtlich als lächerlich aufgenommen werden, machen die NATO und mehrere Regierungen in Europa, darunter besonders Frankreich und Großbritannien, jetzt aktiv Jagd auf die russischen Saboteure. Gerade ist es in einer aufsehenerregenden Aktion gelungen, mehrere russische U-Boote von europäischen Unterwasserkabeln zu verdrängen. Dabei entdeckten die NATO-Partner aus Großbritannien, Norwegen und den Vereinigten Staaten eine neue, von den Russen streng geheim gehaltene Waffe. 

Unterbrochenes Manöver

Laut Angaben der NATO sollen sich drei russische U-Boote auf einem Manöver vor der norwegischen Küste vor Svalbard aufgehalten haben. Ziel der Übungen war offensichtlich, kritische Unterwasserkabel unbemerkt zu zerschneiden. Laut Angaben hatten sich die Russen in der Nähe von mehreren Datenkabeln aufgehalten, die das norwegische Festland mit den Inseln vernetzten. Es ist nicht bekannt, ob die U-Boote wirklich die Kabel kappen wollten, oder ob es sich um eine Übung handelte, die eine neue, im Geheimen entwickelte Waffe der Russen testen sollte. Weder die NATO noch die norwegische Regierung wollen nähere Angaben zu der Art der neuartigen Waffe machen, haben aber gewarnt, dass es sich hier um Gerätschaften handelt, die keinerlei Spuren hinterlassen. 

Geheimwaffe kein Geheimnis mehr

Bisher hat der Kreml immer abgestritten, eine hybride Kriegsführung gegen Europa zu führen. Laut dem norwegischen Verteidigungsministerium konnten durch die NATO-Aktion vor Svalbard zum ersten Mal handfeste Beweise gesichert werden, die russische Übergriffe auf europäische Infrastruktur dokumentierten. Die Beweise wurden jetzt dem Kreml vorgelegt. Außerdem wurde der russischen Regierung mitgeteilt, dass die “geheime Waffe” jedenfalls in europäischen Militärkreisen nun nicht mehr geheim ist und dass man dementsprechend Mittel dagegen einsetzen wird. Moskau hat bisher nicht auf die Nachricht reagiert. 

Leave a Reply

Your email address will not be published.

Social
Alexander Grünstedt