Putin-Angriff früher als erwartet: Neue Geheimdienstwarnung sorgt für große Besorgnis

US-Geheimdienste berichten von einer bedeutenden Wende im Kreml. Ein Angriff auf die NATO ist nicht mehr nur eine vage Zukunftsprognose, sondern könnte bereits in den kommenden Wochen stattfinden.

Bislang waren viele Experten der Meinung, dass Putin keinen direkten Angriff auf die NATO starten werde, solange seine Streitkräfte so stark mit dem andauernden Krieg in der Ukraine beschäftigt sind. In den letzten Wochen mehren sich jedoch die Anzeichen dafür, dass Moskau die NATO aufrütteln will. Und nun haben die US-Geheimdienste Grund zu der Annahme, dass ein ernsthafterer Angriff unmittelbar bevorsteht.

Putin will NATO-Bündnis testen
Ein Angriff, der die Entschlossenheit des Bündnisses auf die Probe stellen wird – es braut sich etwas zusammen. Er könnte in Form eines begrenzten Landangriffs, eines verheerenden Cyberangriffs oder eines hybriden Angriffs auf einen NATO-Mitgliedstaat erfolgen. CNN berichtet, dass Quellen von einem Angriff sprachen, der darauf abzielt, das Bekenntnis der NATO zu Artikel 5 zu testen, ohne dabei notwendigerweise die Schwelle für eine Reaktion der Verbündeten zu überschreiten.

Laut US-Beamten könnte der Angriff zu jedem Zeitpunkt zwischen diesem Herbst und 2029 erfolgen. Auch wenn dies noch wie ein vager Zeitrahmen erscheinen mag, ist es doch viel früher als erwartet.

Russische Provokationen nehmen zu
In den letzten Wochen wurde immer wieder von höchst beunruhigenden Vorfällen berichtet: Von den Drohnen, die Ende letzten Monats den rumänischen Luftraum verletzt haben, über die russische Rakete, die letzte Woche Polen getroffen hat, bis hin zu der mit Sprengstoff beladenen Drohne, die am Dienstag am Flughafen Leipzig/Halle abgefangen wurde. Erhöht Putin den Druck auf die NATO-Staaten? Eine Reihe von Vorfällen und gezielten Provokationen wie die Schießübung mit scharfer Munition, die das russische Kriegsschiff „Neustrashimy“ vor weniger als drei Wochen im Ärmelkanal durchgeführt hat, kulminieren in – was?

Experten halten es für unwahrscheinlich, dass es zu einem tatsächlichen Bodenangriff kommen wird, da dies ein zu großes Risiko birgt, einen Bündnisfall auszulösen. Dennoch muss dies weiterhin als Möglichkeit betrachtet werden. Erst kürzlich wurde die Gefahr von „False-Flag“-Angriffen unter Einsatz ukrainischer Drohnen von Robertas Kaunas, dem litauischen Verteidigungsminister, angesprochen. Als wahrscheinlichste Ziele gelten die baltischen Staaten oder Polen.

Putins Ziel: Eine geschwächte Ukraine, ein gespaltenes Bündnis
Putins Ziel bei all dem ist es, die Spannungen innerhalb des NATO-Bündnisses zu verschärfen. Bislang galt die Ukraine als Puffer zwischen Russland und den europäischen NATO-Staaten, doch sollten diese sich in ernsthafter Gefahr sehen, könnten sie gezwungen sein, die Hilfe für die Ukraine zugunsten ihrer eigenen Verteidigung auszusetzen. Für Putin, der zunehmend unter Druck gerät, das zu Ende zu bringen, was er vor über vier Jahren begonnen hat, wären eine derart geschwächte Ukraine und Spaltungen innerhalb des Bündnisses ein ideales Ergebnis.

Foto: Пресс-служба Президента РФCC BY 4.0, via Wikimedia Commons

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