Putin bettelt um Geld für die leere Staatskasse

Die Situation der russischen Wirtschaft gerät immer weiter in die Schieflage und bewegt sich zielsicher auf den endgültigen Zusammenbruch zu. Die Wirtschaft wurde zu Beginn des Ukraine-Krieges vollständig auf den Krieg umgestellt und der größte Teil der Staatseinnahmen wird auf Waffenproduktion und die militärische Verteidigung ausgelegt.  Bisher konnten diese sogenannten Verteidigungsmaßnahmen durch Einnahmen von Ölverkäufen auf dem globalen Markt zumindest teilweise gedeckt werden.

Aber internationale Blockaden, gezielte ukrainische Angriffe auf russische Ölraffinerien und zuletzt auch regelmäßige Beschlagnahmungen von Tankern der Schattenflotte, die das Öl weltweit transportieren, machen sich jetzt im russischen Staatshaushalt bemerkbar. Auch Versuche, die russische Bevölkerung durch erhöhte Mehrwertsteuer und weitere Zwangsabgaben zu schröpfen, erweisen sich als nicht zureichend. Die russische Staatskasse ist leer. Jetzt muss sogar Putin dies eingestehen. In einem aufsehenerregenden Appell bittet er jetzt die reiche Elite Russlands, die Oligarchen, um Spenden. 

Angriff auf den Donbass im Mittelpunkt

Gemäß Berichten in der russischen Zeitung The Bell und der Financial Times soll Putin gestern zu einem außergewöhnlichen Treffen mit mehreren Oligarchen einberufen haben, wobei er die Ultrareichen dazu aufgefordert hat, die Geldbeutel zu öffnen. Dabei soll der russische Präsident darauf hingewiesen haben, dass die Geschäfte der Anwesenden tief mit dem russischen Staat verbunden seien und ihren Erfolg der staatlichen Unterstützung zu verdanken haben. Die „gespendeten“ Mittel sollen im Krieg gegen die Ukraine verwendet werden, und da besonders für die Eroberung der ostukrainischen Donbass-Region. Bisher hat wenigstens einer der Oligarchen Hilfe zugesagt. Der Milliardär Suleiman Kerimow, ein russischer Großindustrieller, gegen den gerade in den USA ermittelt wird, hat Berichten zufolge einen Beitrag von umgerechnet 1,1 Milliarden Euro zugesagt. 

Ukrainer ruinieren Hoffnung auf Geldsegen 

Einer der Hauptgründe für das außerordentliche Treffen zwischen dem russischen Regierungschef und den Oligarchen waren wohl die neuerlichen erstaunlichen Erfolge der Ukrainer. Denen ist es innerhalb von nur wenigen Wochen gelungen, die russische Ölproduktion um 40 Prozent zu reduzieren. Dabei haben die Ukrainer es auch geschafft, den erhofften Geldsegen durch die hohen Ölpreise, die aufgrund des Krieges im Iran entstanden sind, zu zerstören. Die ukrainischen Angriffe haben nicht nur zu Bränden in der Hälfte der russischen Ölraffinerien geführt, sondern auch zu einer vollständigen Schließung der wichtigsten Ölverladungshäfen in Russland. Obwohl die Russen zwar zurzeit höhere Preise für ihr Öl verlangen können, kann dieses in der augenblicklichen Situation weder produziert noch aus dem Land gebracht werden.

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  • Tja, das ist nun eben der von Putin so ersehnte "Abnutzungskrieg"!
    Er könnte den Krieg ja einfach nur beenden!
    Würde für ihn persönlich jedoch schwierig, deshalb wird er bis zum bitteren Ende kämpfen wollen.
    Hatten wir auch schon einmal 1945...

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Alexander Grünstedt