RKI verzeichnet weniger Corona-Infizierte

Rückt das Licht am Ende des Tunnels näher? Von gestern auf heute meldeten die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) knapp 6900 Corona-Neuinfektionen und 90 Todesfälle. Der Inzidenzwert sinkt um fünf ganze Punkte: Von 128 auf 123. Der Vergleichswert des vergangenen Dienstages lag inklusive Nachmeldungen bei 143,7.

Experten geben jedoch an, dass die Zahl wegen der vergangenen Feiertage nur wenig aussagekräftig sein dürfte. Außerdem wird auch heute noch mit Nachmeldungen gerechnet. Auf seiner Webseite veröffentlichte das RKI eine Stellungnahme: „Rund um die Osterfeiertage ist bei der Interpretation der Fallzahlen zu beachten, dass zum einen meist weniger Personen einen Arzt aufsuchen, dadurch werden weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt.“ Außerdem könne es zudem sein, dass über die Feiertage nicht alle deutschen Gesundheitsämter sowie Landesbehörden ihre Fallzahlen an das RKI übermitteln.


Über dieses Phänomen hatte am gestrigen Montagabend auch das Magazin „Zeit“ berichtet. Laut einer Recherche hatten nur etwas die Hälfte aller Gesundheitsämter über Ostern aktuelle Zahlen an das RKI gemeldet. Ein Grund mehr, warum die aktuellen Fallzahlen wohl nur eine geringe Aussagekraft haben dürften.

Virologe Martin Stürmer brachte im Morgenmagazin von ARD und ZDF den Begriff der „Osterverzerrung“ ins Spiel. In den kommenden Tagen rechnet er deswegen mit einigen Nachmeldungen. Eine wieder verlässliche Aussagekraft der Fallzahlen wird daher erst in einigen Tagen erneut erwartet.

Von der Sieben-Tage-Inzidenz von 60, die Deutschland im Februar diesen Jahres zwischenzeitlich verbuchen konnte, ist man heute wieder weit entfernt. Immer wieder treten neue Landkreise und Städte daher auf die sogenannte „Notbremse“.

Seit Beginn der Pandemie erkrankten nachgewiesen 2.900.768 Menschen an dem Virus. Insgesamt 77.103 Infizierte starben. Als genesen gelten laut RKI mittlerweile rund 2.597.100.