Schock-Insolvenz bei beliebtem Discounter: Alle Filialen in Gefahr

Man hätte meinen können, alles laufe so gut. Doch nun stellt sich heraus, dass einer der beliebtesten Discounter Deutschlands still und heimlich mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte. Heute kam dann die Schockmeldung: Es wurde Insolvenz beantragt!

Die Inflation ist auf einem neuen Höchststand (seit Januar 2024). Verbraucher versuchen, wo immer möglich, Geld zu sparen. Aus diesem Grund sind Discounter in Deutschland äußerst beliebt. Doch es scheint, dass es einigen besser geht als anderen. Wie heute bekannt wurde, befindet sich einer der ehemals sehr beliebten Non-Food-Discounter Deutschlands in finanzieller Schieflage.

Erneuter Schlag für beliebten Discounter
Heute Morgen wurden die Mitarbeiter informiert: Beim Amtsgericht Halle (Saale) wurde ein Insolvenzantrag gestellt. Die Löhne der rund 1.175 Beschäftigten sind damit für die nächsten drei Monate gesichert. Was danach kommt, weiß niemand. Dabei sollte für die Mäc-Geiz Handelsgesellschaft mbH doch alles so viel besser laufen. Der vielversprechende Zusammenschluss mit der Non-Food-Discounterkette Kodi im Februar sollte den Beginn einer neuen Ära einläuten. Doch nun hat ein neuer Schlag den Discounter erneut ins Wanken gebracht.

Die Kodi-Gruppe hält nun die Mehrheit an Mäc-Geiz mit seinen 183 Filialen. Leider verfolgen die früheren finanziellen Schwierigkeiten Mäc-Geiz jedoch weiterhin. (Übrigens musste auch Kodi selbst Ende 2024 Insolvenz anmelden). Als bekannt wurde, dass die über die Markant-Gruppe von Allianz Trade bereitgestellte Warenkreditversicherung Ende Mai ausläuft, breitete sich daher Nervosität aus: Nun leidet Mäc-Geiz erneut unter Liquiditätsproblemen. Der Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung ist ein Weg, diese Probleme aufzuschieben und zu versuchen, das Unternehmen von Grund auf neu zu organisieren.

Droht einigen Filialen bald die Schließung?
Jede der derzeitigen Filialen von Mäc-Geiz soll strengstens überprüft werden. Gespräche mit den Vermietern wurden bereits aufgenommen. Als Kodi Anfang 2025 denselben Prozess durchlief, schloss das Unternehmen schließlich rund 80 seiner 250 Filialen. Mittlerweile betreibt der Discounter unter den neuen Investoren nur noch 150 Filialen bundesweit.

Mäc-Geiz muss sich neu erfinden
Für Mäc-Geiz sind die Schwierigkeiten derzeit vielfältig: Der Non-Food-Handel leidet nach wie vor unter der Kaufzurückhaltung der Verbraucher. Die Online-Megadiscounter Temu und Shein sichern sich weiterhin einen Großteil des Geschäfts, auf das die kleinen Non-Food-Discounter früher gesetzt hätten. Ob die von der EU nun beschlossene zusätzliche Kleinpaketgebühr einige Verbraucher dazu bewegen wird, wieder zu ihrem lokalen stationären Markt zurückzukehren, bleibt abzuwarten. Hinzu kommt die Konkurrenz durch andere Non-Food-Discounter, da Riesen wie Action, Tedi und Woolworth weiter expandieren. Es bleibt zu hoffen, dass Mäc-Geiz nach 32 Jahren im Geschäft einen Weg findet, sich erfolgreich neu zu erfinden.

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Oskar Herbert