

Malerische Berglandschaften, atemberaubende Seen und am besten von allem: eine stabile und ununterbrochen florierende Wirtschaft. Kein Wunder, dass es so viele Deutsche in die Schweiz zieht. Mehr als 300 000 Deutsche haben das Nachbarland zu ihrer neuen Heimat gemacht und stellen einen Anteil von 3,6 % der Bevölkerung im Alpenland dar. Obwohl die Schweiz kein Mitgliedstaat der EU ist, können europäische Staatsbürger sich trotzdem in der Schweiz niederlassen, weil das Land eine besondere bilaterale Absprache hat. Damit soll aber jetzt Schluss sein, denn im Sommer findet eine Volksabstimmung statt, die das Ende des freien Personenverkehrs in die Schweiz bedeuten könnte.
Rasantes Bevölkerungswachstum
Am 10. Juni wird eine Volksabstimmung in allen Kantonen stattfinden, in der die Bürger der Schweiz darüber entscheiden sollen, ob die Einwohnerzahl im Land auf zehn Millionen begrenzt werden soll. Der Grund für die Volksabstimmung ist eine Initiative der rechtspopulistischen Schweizerischen Volkspartei (SVP), die darauf hinweist, dass 27 Prozent der Einwohner im Land keine schweizerische Staatsbürgerschaft haben. Unter dem Motto „Keine 10-Millionen-Schweiz“ wirbt die Partei jetzt dafür, die Einwanderung in die Schweiz zu stoppen, wenn die Einwohnerzahl 9,5 Millionen erreicht hat. Im Augenblick leben 9,1 Millionen Menschen in der Alpennation, aber die Zahl nimmt stetig zu. Nur im Laufe der letzten zehn Jahre ist die Bevölkerung etwa fünfmal schneller gewachsen als der Durchschnitt der umliegenden EU‑Mitgliedstaaten.
Wirtschaftliche Bedenken
Die Initiative hat großen Zuspruch unter der Bevölkerung gefunden, aber die schweizerische Wirtschaft ist wenig begeistert von einer solchen Einschränkung. Multinationale Konzerne wie Roche, Nestlé und UBS warnen vor der „Chaos-Initiative“ und weisen darauf hin, dass der Fortbestand des Wohlstands im Land auf Arbeitskräfte aus der EU und anderen europäischen Ländern angewiesen ist. Eine Beschränkung der Einwanderung aus EU-Ländern würde auch einen Bruch mit der bilateralen Absprache mit dem Block bedeuten, was weitere schwerwiegende Konsequenzen für die Wirtschaft haben wird. Die EU ist der wichtigste Handelspartner der Schweiz und mehrere der größten Arbeitgeber drohen jetzt damit, ins europäische Ausland abzuwandern, sollten die Schweizer für die Initiative stimmen.
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Dann brauchen die Schweitzer auch nicht mehr nach Deutschland kommen
Sollen in Ihrem Land bleiben!
Das wäre eine Maßnahme für Dummland, die Einwohner auf 10 Millionen Fachkräfte, Raketenwissenschaftler, Sexualpraktikanten und Messerspezialisten zu begrenzen. Allerdings müssten die Wähler im Dummland dann auch bereit sein, alles, was über 10 Millionen Taugenichtse vorhanden ist, auszuschaffen Dann hätten sie bestimmt 20 Millionen zum Ausschaffen. Das würde auch zur Arbeitsentlastung und Personalreduzierung beitragen. Ob allerdings die Taugenichtse in der Verwaltung zustimmen werden, ist ungewiss. Wer will sich schon selbst entlassen?