

Jeder träumt vom schnellen Geld und Betrüger haben seit Jahrhunderten diesen Wunsch ausgenutzt, um Bürgern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Die meisten glauben, dass sie durch gesunden Menschenverstand und eine gewisse Vorsicht gegen Betrugsmaschen gewappnet sind. Wenn aber die Betrüger ein allgemein respektiertes und bei Millionen genutztes Zahlungsinstitut als Deckmantel nutzen, wird die Sache schon schwieriger. Jetzt warnt die Sparkasse ihre Kunden vor einer besonders perfiden Masche, die es auf die 51 Millionen Giro- und Tagesgeldkonten der Bank abgesehen hat.
Kryptogeschäfte unter angeblicher Sparkassenleitung
Die Masche hat ihren Ausgangspunkt im Wirbel rund um die Kryptowährungen, die besonders vom amerikanischen Präsidenten angepriesen werden. Immerhin ist es auch diesem gelungen, sein Vermögen mithilfe von Krypto, und ein paar begünstigenden gesetzlichen Anpassungen um Millionen zu vergrößern. Wenn also die Sparkasse mit einem besonderen Angebot für Krypto-Investierungen Werbung macht,gehen die meisten davon aus, dass es sich um eine respektable und sichere Aktion handelt. Der Haken ist, dass die Sparkasse überhaupt nichts mit dem Angebot zu tun hat. Ganz im Gegenteil. Das Angebot dient zu nichts anderem, als Sparkassenkonten zu entleeren, während das Geld auf Nimmerwiedersehen in kriminellen Machenschaften verschwindet.
Hinterlistiger Betrug
Laut der Sparkasse werden die Anzeigen zurzeit auf sozialen Medien und in Messenger-Diensten wie WhatsApp verbreitet. Wer auf die Anzeigen klickt, wird zu einer Website weitergeleitet, die täuschend echt der Sparkasse ähnelt. Als nächster Schritt werden Besucher der zwielichtigen Seiten mit dem Versprechen von schnellen, unrealistisch hohen Gewinnen dazu aufgefordert, ein Kontaktformular auszufüllen. Der weitere Kontakt geschieht dann telefonisch, wo sogenannte Sparkassen-Mitarbeiter ihre Opfer zu Zahlungen von verhältnismäßig kleinen Beträgen, oft nicht über 250 Euro, auf Onlineplattformen überreden. Dort erzielen die kleinen Summen auf wunderbare Weise enorme Gewinne in kürzester Zeit, die aber nicht abgehoben werden können. Stattdessen fordern die Cyberkriminellen immer mehr Geld, dass weiterhin hohe Erträge abgibt, bis dann eines Tages die gesamte Plattform wie vom Erdboden verschluckt ist.
Unbekannte Anzahl Opfer
Sowohl die Sparkasse als auch die Polizei warnen jetzt vor Anlage-Angeboten, die zu schön aussehen, um wahr zu sein. Gleichzeitig fordert die Polizei dazu auf, dem Druck der Cyberkriminellen zu widerstehen und stattdessen erst einmal eine Verbraucherzentrale oder seine lokale Sparkassenfiliale zu kontaktieren. Wie viele Sparkassenkunden dem Betrug bisher auf den Leim gegangen sind, ist nicht bekannt.