Tote und Verletzte: Personenzug in tödlicher Kollision

Bei der Kollision eines Hochgeschwindigkeitszugs mit einem Militärkonvoi an einem Bahnübergang sind Tote und Verletzte zu beklagen. Weitere Informationen zu dem tragischen Zugunglück, das sich heute früh ereignet hat, werden nun bekannt.

Zu diesem Zeitpunkt hätte dort eigentlich niemand sein dürfen – oder kam es zu einem fatalen Fehler? Es handelt sich um ein Unglück, das bislang noch viele Rätsel aufwirft: Innerhalb von weniger als zwei Wochen hat Frankreich nun bereits das zweite tödliche Zugunglück zu verzeichnen.

Tödliches Zugunglück in Nordfrankreich
Wie der französische Sender TF1 berichtet, war ein TGV-Hochgeschwindigkeitszug auf der Strecke zwischen Dünkirchen und Paris beteiligt. Glück im Unglück: Der Zug, der insgesamt 246 Passagiere an Bord hatte, befand sich außerhalb des Hochgeschwindigkeitsnetzes und fuhr zum Zeitpunkt des Unfalls mit der Geschwindigkeit eines normalen Zuges. Dennoch soll er Berichten zufolge mit etwa 160 km/h unterwegs gewesen sein, als das Unvorstellbare geschah.

Der Vorfall ereignete sich zwischen Béthune und Lens, in der Nähe der Gemeinde Noeux-les-Mines im Departement Pas-de-Calais – an einem Bahnübergang wie jedem anderen, der nach Angaben des SNCF-Vorstandsvorsitzenden Jean Castex normal funktionierte. In dieser Region Frankreichs gibt es mehr als 1800 Bahnübergänge, für die ein spezielles Überwachungssystem eingerichtet ist.

Vorfall wirft Rätsel auf
Auf diesem Bahnübergang hätte sich also niemand aufhalten dürfen. Trotzdem befand sich der Militärtransporter dort, und als der Zug ihn rammte, war die Wucht des Aufpralls so groß, dass der Triebkopf entgleiste. Dabei kam der 56-jährige Lokführer ums Leben, und mindestens 20 Fahrgäste wurden verletzt, zwei davon schwer.

Die französischen Behörden haben bestätigt, dass sich zum Zeitpunkt der Kollision nur der Fahrer, ein 30-jähriger polnischer Zivilist, an Bord des Lastwagens befand. Auch er wurde schwer verletzt. Nach Angaben des Staatsanwalts von Béthune, Etienne Thieffry, wurde er inzwischen in Polizeigewahrsam genommen und wegen „fahrlässiger Tötung durch vorsätzliche Verletzung einer Sicherheitspflicht“ angeklagt.

Bei dem Konvoi handelte es sich offenbar um einen privaten Sondertransport, der nach einer Übung in Belgien zum 6. Pionierregiment in Maine-et-Loire zurückkehrte. Er beförderte Teile einer mobilen Pontonbrücke. Was genau der Lkw auf den Gleisen zu tun hatte, als der Bahnübergang eindeutig hätte aktiv sein sollen, ist unklar.

Zweites tödliches Zugunglück in Frankreich innerhalb weniger Tage
Dies ist bereits der zweite tödliche Zugunfall in Frankreich innerhalb der letzten zwei Wochen: Am 25. März 2026 kollidierte ein Regionalzug an einem Bahnübergang in der Region Var mit einem Lkw, wobei ein Mensch ums Leben kam.

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Oskar Herbert