

Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) ist trotz seiner Regierungszugehörigkeit bei den Deutschen ungemein beliebt. Bemerkenswert ist, dass der 66-Jährige mit seiner Person und seinen Entscheidungen bei allen Generationen Anklang findet und nicht einmal die Änderungen zur Wehrpflicht haben seinem Ansehen nennenswert geschadet. Jetzt bahnt sich allerdings ein Korruptionsskandal im Verteidigungsministerium an, der in erschreckendem Maße der Maskenaffäre während der Pandemie ähnelt. In dem Skandal hatte der damalige weitaus unbeliebtere Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Steuergelder von etwa 6 Milliarden Euro an wertlosen Atemschutzmasken und Schutzkleidung für das deutsche Gesundheitspersonal verpulvert.
50 Milliarden Euro in Gefahr
Noch vor wenigen Wochen rügte der Bundesrechnungshof den ehemaligen Gesundheitsminister scharf über die Verschwendung. Dabei wurde besonders hervorgehoben, dass Spahn bei der Wahl der Maskenhersteller eigene Kontakte und nahestehende Personen begünstigt hatte und es unterließ, öffentliche Ausschreibungen zu organisieren. Gerade diesen Fehler macht gerade auch Boris Pistorius, und dieses Mal geht es sogar um noch mehr Steuergeld. 50 Milliarden stehen auf dem Spiel, die das Verteidigungsministerium aus dem sogenannten „Sondervermögen“ erhalten hat, mit der Vorgabe, die Bundeswehr auf Vordermann zu bringen. Jetzt warnen Militärexperten, dass Pistorius den gleichen Fehler wie Spahn macht und Aufträge willkürlich durch Direktvergabe an skandalös überteuerte, ihm bekannte Auftragnehmer weiterreicht.
Schutzbekleidung für Soldaten
Bei den Direktaufträgen dreht es sich zumeist um Schutzwesten, Helme und Badepantinen für Soldaten. Mit den augenblicklich vergebenen Aufträgen belaufen sich die Kosten pro Soldat auf satte 32 000 Euro. Diese enormen Kosten könnten erheblich verringert werden, wenn diese Aufträge öffentlich ausgeschrieben und ein Wettbewerb zwischen den Anbietern entstehen würde. Außerdem besteht im Augenblick unter den Experten die Befürchtung, dass zumindest ein Teil der Ausrüstung aufgrund des mangelnden Wettbewerbs minderwertig ausfallen wird. Wie auch Spahn entschuldigt Pistorius die Direktvergabe mit der Begründung, dass man keine Zeit für ein Ausschreibungsverfahren hätte, weil die Bundeswehr aufgrund der Bedrohung aus Russland so schnell wie möglich von Grund auf neu ausgerüstet werden muss.
Foto: Boris Pistorius am 13.02.2026, via dts Nachrichtenagentur
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Bei Ausschreibungen entfallen die Kickback-Zahlungen für die korruptionsanfälligen Amtsinhaber.
Ein reiner selbstbedienungsladen.
Warum tun sie das? Weil wir sie lassen
Hab mich schon immer gefragt: Warum ist Pistorius beliebtester Politiker? Irgendwas besonders Herausragendes hat er ja auch nicht wirklich geleistet. Bis jetzt keine Skandale, aber das könnte sich ändern, wenn da mehr ans Licht kommt .....