Viele Tote und Verletzte: Verheerender Flugzeugabsturz auf stark befahrener Straße

Niemand sah es kommen: Plötzlich lagen überall Trümmer, ganze Fahrzeuge einfach zerstört. Nach Angaben der Behörden ist die Zahl der Todesopfer noch weiter gestiegen. Doch inmitten der Katastrophe spielte sich eine noch schrecklichere Szene ab.

Ein Großaufgebot an Feuerwehr und Krankenwagen eilt zum Unfallort. Und schwer bewaffnete Polizisten: Dies war kein gewöhnlicher Flugzeugabsturz.

Flugzeugabsturz hinterlässt Verwüstung und Chaos
Medienbilder zeigen chaotische Szenen am internationalen Flughafen El Alto in Bolivien: Rettungskräfte versuchen, zu den unter den Trümmern gefangenen Menschen zu gelangen, während die Polizei kämpft, Massen von Menschen vom Unfallort fernzuhalten. Aber das sind keine verzweifelten Freunde und Verwandten der Opfer. Es sind Plünderer. Das Flugzeug, eine C-130 Hercules der bolivianischen Luftwaffe, hatte Bargeld in Form von Millionen von Banknoten geladen.

Die Zahl der Toten und Verletzten steigt
Die genaue Unfallursache ist noch nicht geklärt, aber ersten Berichten zufolge könnte ein plötzlicher, heftiger Hagelsturm zum Zeitpunkt der Landung eine Rolle gespielt haben. Ohne Vorwarnung kam das große Flugzeug mit hoher Geschwindigkeit von der Landebahn ab und rammte mehrere Fahrzeuge. Es wurde vollständig zerstört. „Einige Fahrzeuge wurden zu einem Haufen Schrott zerquetscht, und unter den Trümmern befinden sich Tote“, erklärte der nationale Feuerwehrdirektor Pavel Tovar in einer Stellungnahme gegenüber La Razón.

Wie ein Mann der Nachrichtenagentur Reuters berichtete, saß seine Schwester „im Auto, als das Flugzeug abstürzte. Der Reifen des Flugzeugs fiel auf das Auto, und meine Schwester wurde verletzt, weil sie vom Reifen am Kopf getroffen wurde, sodass wir sie ins Krankenhaus bringen mussten.“ Sie war eine von 37 Personen, die verletzt wurden. Wie gestern bekannt wurde, kamen bei dem Unglück insgesamt 24 Menschen ums Leben.

Tumult, als Plünderer versuchen, den Unfallort zu stürmen
Die Rettungsmaßnahmen wurden durch Schaulustige behindert, die versuchten, die zwischen den Trümmern des Flugzeugs und der Fahrzeuge verstreuten Banknoten aufzusammeln. Medienberichten zufolge kamen rund 5000 Menschen zum Unfallort. Die Einsatzkräfte setzten schließlich Wasserwerfer und sogar Tränengas ein, um sie zurückzuhalten. 47 Personen wurden wegen Diebstahls festgenommen.

Entsetzen und Trauer folgen Absturz
Wie die bolivianische Zentralbank (BCB) mehrfach nach dem Absturz, der sich am Freitag, dem 27. Februar, ereignete, betonte: Die gestohlenen Banknoten sind wertlos. Ihnen fehlen offizielle Markierungen und Seriennummern, und ihr Besitz wird als Straftat angesehen. Dennoch wird geschätzt, dass etwa 5 Millionen Banknoten aus den Trümmern entwendet wurden.
Angesichts der schrecklichen Tragödie hat Boliviens Präsident Rodrigo Paz eine dreitägige Staatstrauer angeordnet.

Leave a Reply

Your email address will not be published.

Social
Oskar Herbert