Otte nimmt AfD-Nominierung für Bundespräsidentenamt an

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Bundesvorsitzende der Werte-Union, Max Otte, will nach Nominierung durch die AfD nun auch tatsächlich für das Amt des Bundespräsidenten kandidieren. "Ich empfinde die Nominierung der AfD als große Ehre und nehme sie gerne an", sagte Otte dem "Spiegel" und der "Welt". "Das Amt ist unabhängig von Parteien, man sollte auf das Amt nicht aus parteipolitischer Sicht schauen."

Otte sagte, er werde mit den Themen Soziales sowie Bürger- und Grundrechte kandidieren. "Ich sehe die AfD klar auf dem Boden des Grundgesetzes", sagte er dem "Spiegel". Deswegen, so Otte, "wäre ein CDU-Ausschlussverfahren gegen mich nicht nur nicht nachvollziehbar sondern auch unvereinbar mit den demokratischen Grundsätzen". Für seine Entscheidungsfindung hätten die Warnungen der CDU "keine Rolle gespielt". Gleichzeitig signalisierte er, es im Falle eines Parteiordnungsverfahrens darauf ankommen zu lassen. "Freiwillig werde ich aus der CDU nicht austreten." Erst am Mittag war Otte von der CDU-Spitze aufgefordert worden, aus der Partei auszutreten. Um 18 Uhr will der Bundesvorstand zusammenkommen und mutmaßlich ein Ausschlussverfahren einleiten. Otte ist seit 1991 Mitglied der CDU und seit Mai 2021 Bundesvorsitzender der Werte-Union.

Foto: Alternative für Deutschland (AfD), über dts Nachrichtenagentur

4 Kommentare

  1. Ich kann mich noch erinnern, als der Name “C D U” für Christlich Demokratische Union” stand.
    Die Bezeichnung “christlich” trifft ja schon längere Zeit nicht mehr zu.
    Jetzt scheint auch der Zusatz “demokratisch” der Vergangenheit anzugehören.
    Man sollte sich daher besser einen neuen Namen suchen, der den Wählern nicht vorgaukelt,
    es handle sich um eine christlich, demokratische Partei.
    Offensichtlich ist man bei dieser Partei auch nach der Wahlschlappe nicht schlauer geworden.
    Wähler kann ma so sicher nicht zurückgewinnen.

    1. Die Union und ihre Mitglieder sind ja vorwiegend katholisch. In der katholischen Kirche jagd aktuell ein Skandal den nächsten. Die wissen doch alle überhaupt gar nicht um die Bedeutung von Christentum oder Christlichkeit. So wie die katholische Kirche früher ihre Gläubigen ausbeutete, fast genau so machen es heute viele Mitglieder der Union, indem sie als Unternehmer ihre Mitarbeiter ausbeuten. Und jetzt entpuppt sich die Union auch noch als Vorhof der selbsternannten Alternative. Schwarz-blauner geht es ja kaum noch! 😡

    2. Sie dürfen aber auch eines nicht vergessen: Die Selbstbezeichnung “Christlich” der Union hat einen ganz wichtigen historischen Hintergrund. Nach dem verbrecherischen und glücklicherweise verlorenen Krieges gegen den Rest der Welt besannen sich viele ehemalige und selbst sogar überzeugteste Nationalsozialisten wieder der Menschlichkeit und dem tröstenden Glauben an Gott. Niemals zuvor und danach hatte es in Deutschland derart viele Kircheneintritte gegeben. Vielleicht steht dieser Rekord sogar im Buch mit dem Namen eines bekannten irischen Bieres. 🍺👍🤣

  2. CDU kann man auch als Commerziele Deutsche Union lesen, auch wenn im Deutschen Kommerz mit K und nicht mit C geschrieben wird. Aber inhaltlich trifft es wohl besser zu. Nicht zu übersehen, der neue Vorsitzende, Herr März, versteht sich auf diesem Gebiet ja auch hervorragend. Das ist kein Vorwurf, im Gegenteil. Bei der Neuverschuldung in den vergangenen 2 Jahren durch den jetzigen Regierungschef mit Corona bemäntelt ist es schon nötig einen Finanzfuchs zu haben.
    Nur was an der Partei wirklich christlich ist, außer dem Nachsatz bei der Vereidigung “so wahr mir GOTT helfe”, erschließt sich mir schon lange nicht mehr. Auch in der SPD gibt es viele Pfarrer, aber diesen Nachsatz nicht bindend. Marx und Engels waren auch mal glühende Verfechter der Ideologie eines Pfarrers namens Feuerbach.

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