DFB fordert „grundsätzlich andere Kultur“ bei der Fifa

Im Streit um die mittlerweile gestoppten Investorenpläne von Fifa-Präsident Gianni Infantino drängt auch der DFB auf Konsequenzen.

„Die Vorgänge rund um dieses von Gianni Infantino initiierte Projekt müssen jetzt lückenlos aufgeklärt werden“, sagte DFB-Präsident Bernd Neuendorf am Samstag. Der Fifa-Präsident habe „eigenmächtig, intransparent und letztlich auch unverantwortlich im Sinne des Fußballs gehandelt“. Man müsse gemeinsam mit der Uefa und anderen Konföderationen dafür sorgen, dass bei der Fifa eine „grundsätzlich andere Kultur“ einziehe. „Eine Kultur, in der vor allem Entscheidungen wieder von den Mitgliedern in den Gremien diskutiert und getroffen werden“, so Neuendorf.

Zuvor hatte bereits die Uefa mitgeteilt, in den kommenden Tagen und Wochen gemeinsam mit anderen Konföderationen einen Plan ausarbeiten zu wollen. Dabei dürfe „keine Option“ ausgeschlossen werden. „Die derzeitige Fifa-Führung hat nicht nur das Vertrauen der Uefa, sondern auch das vieler anderer Mitglieder der Fußballfamilie verloren“, so die Uefa.

Der Verband kritisierte Infantino auch persönlich. Dieser habe bei seiner Kandidatur für das Amt des Fifa-Präsidenten im Jahr 2016 Transparenz versprochen und den Mitgliedsverbänden versichert, dass das Geld der Fifa das Geld der Verbände sei. „Beide Versprechen hat er nicht eingehalten“, so die Uefa. „Der schäbige, hinter verschlossenen Türen ausgehandelte und undurchsichtige Deal, den er ausgeheckt und durchzusetzen versucht hat, war alles andere als transparent.“ Und angesichts von Rücklagen in Höhe von über 5 Milliarden Dollar habe er es zudem versäumt, die Gelder der Verbände zum „Wohle des Sports“ einzusetzen.

dts Nachrichtenagentur

Foto: DFB-Zentrale (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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