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Zahnarztbesuch wird nicht mehr bezahlt? Das müssen Krankenkassen-Patienten wissen

Gesundheitsexperten schlagen Alarm: Die Gesundheit in Deutschland wird immer schlechter. Insbesondere die Sterblichkeit durch vermeidbare Krankheiten ist zu hoch. Doch mehr Geld von den gesetzlichen Krankenkassen gibt es nicht, um diese Situation zu verbessern: Schon jetzt übersteigen die Ausgaben die Einnahmen deutlich. Drastische Schritte sind nun angesagt.

85 Prozent der Deutschen sind in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert, aber nur wenige von uns müssen regelmäßig Gesundheitsleistungen in Anspruch nehmen. Deshalb ist es für viele Krankenkassen-Patienten ein großer Schock, wenn sie bei der Abrechnung feststellen müssen, dass sich die Liste der Leistungen, die nicht mehr übernommen werden, erweitert hat.

Zahnbehandlungen
Jeder, dem schon einmal ein Zahn gezogen wurde, weiß, dass dies eine äußerst unangenehme Erfahrung ist. Noch schlimmer ist es, wenn danach eine unansehnliche Lücke zurückbleibt. Doch wer ein intaktes Lächeln haben möchte, muss tiefer in die Tasche greifen: Die GKV übernimmt nur 60 Prozent der Kosten für eine “ausreichende, notwendige und wirtschaftliche Basistherapie” – die sogenannte Regelversorgung. Alle darüber hinausgehenden Kosten müssen von den Versicherten getragen werden.

Im Jahr 2022 wurden von der GKV 3,87 Milliarden Euro für Zahnersatz und 12,88 Milliarden für sonstige zahnärztliche Leistungen ausgegeben. Es gibt Stimmen, die meinen, dass immer noch zu viel Geld für die zahnärztliche Versorgung ausgegeben wird und die weitere Behandlungen ausgeschlossen sehen wollen.

Homöopathische Behandlungen
Auch wenn manche Menschen auf homöopathische Mittel schwören, gibt es insgesamt wenig eindeutige wissenschaftliche Belege für deren Wirksamkeit. Aus diesem Grund werden homöopathische Behandlungen nicht mehr von der GKV übernommen.

Extra-Prämien
Auch wenn niemand von uns absichtlich krank werden oder sich verletzen würde, gibt es Menschen, die aufgrund ihres Lebensstils einem höheren Risiko ausgesetzt sind: Wer zum Beispiel Extremsport betreibt, hat ein höheres Risiko, sich schwere Verletzungen zuzuziehen, die eine langfristige Therapie erfordern. Es wird nun vorgeschlagen, dass für Personen, die solche Aktivitäten ausüben, eine zusätzliche Prämie gelten soll.


Zeit für einen Wechsel?
Im Jahr 2024 steigt der Krankenkassenbeitrag auf 14,6 Prozent des Bruttoeinkommens. Doch viele Menschen in Deutschland zahlen deutlich mehr. Der Grund dafür: Der Zusatzbeitrag, den die Kassen erheben und der von den einzelnen Anbietern festgelegt wird. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie bei Ihrer Krankenkassenversicherung kein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bekommen, sollten Sie daher über einen Wechsel des Anbieters nachdenken.

Viele Krankenkassen bieten über die gesetzlichen Mindestleistungen hinaus eine Reihe von kostenlosen oder vergünstigten Leistungen an. Die Verbraucherzentrale empfiehlt daher, die Angebote der verschiedenen Anbieter genau zu prüfen und einen Anbieter zu wählen, der die eigenen Bedürfnisse am besten erfüllt. Wenn Sie Fragen zu den Kosten oder der Notwendigkeit einer Behandlung haben, können Sie sich an die Unabhängige Patientenberatung (UPD) wenden.

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Alexander Grünstedt