Experte sieht “neue hybride Kriegsführung” – auch Deutschland ist betroffen

Der ehemalige deutsche Botschafter erkennt “eine neue hybride Kriegsführung” im Verhalten der Russen. Ziel dieser Strategie sei es, ganz Europa zu destabilisieren.

Der Diplomat Rüdiger von Fritsch unterstellt Putin “eine neue hybride Kriegsführung”, die Europa destabilisieren soll. Hybrid weil Waffen eingesetzt werden, um unbewaffnete Konflikte auszulösen.

Konkret löse Russland absichtlich eine globale Versorgungskrise aus, die den Druck auf Europa erhöhen werde. “Wladimir Putin versucht gezielt, Hungerkrisen im Nahen Osten und in Nordafrika zu erzeugen”, wird der Ex-Botschafter vom „Tagesspiegel“ zitiert. Deswegen seien die russischen Truppen so platziert, dass die Ukraine kein Getreide mehr exportieren könne. Auch der Beschuss von Getreidesilos passe in dieses Schema.

Der russische Präsident rechne damit, „dass nach dem Zusammenbruch der Getreidelieferungen die hungernden Menschen aus diesen Regionen fliehen werden und versuchen, nach Europa zu kommen – wie damals die Millionen Syrer, die vor den Schrecken des Krieges flohen”, erklärt von Fritsch, “mit neuen Flüchtlingsströmen will er Europa destabilisieren und politischen Druck aufbauen, damit westliche Staaten ihre harte Haltung gegen Russland aufgeben.”

Eine gute Nachricht hat der Diplomat, der Putin mehrfach persönlich getroffen hat, dennoch. Er halte es für sehr unwahrscheinlich, dass Putin Atomwaffen einsetzen oder einen offenen Krieg mit der NATO riskieren würde. “Wladimir Putin ist weder verrückt noch irrational. Er gehorcht einer anderen Logik”, sagt von Fritsch. Die russischen Aussagen zu den Waffenlieferungen aus dem Westen zeigten aber deutlich, dass Moskau keine militärische Konfrontation mit der NATO provozieren möchte.

Der Ex-Botschafter, der bald sein Buch „Zeitenwende: Putins Krieg und die Folgen“ veröffentlichen wird, glaubt aber auch, dass der Ukraine-Krieg sich noch lange hinziehen könne. Ein Erfolg in der Ukraine sei entscheidend für Putins Machterhalt innerhalb von Russland. Daher werde er keine Niederlage akzeptieren. Stattdessen müsse man damit rechnen, „dass er versuchen wird, diesen Krieg fortzusetzen und zu eskalieren.“

Rüdiger von Fritsch war von 2014 bis 2019 als deutscher Botschafter in Russland tätig. Zuletzt wurde er nach dem russischen „Tag des Sieges“ mehrfach zitiert, um die Rede von Putin einzuordnen. Demnach sei auffällig gewesen, was der russische Despot nicht gesagt hätte. „Er hat keinen Sieg erklärt, er hat keinen Erfolg erklärt, er hat weder die Mobilmachung angekündigt, noch dem Westen, wie man befürchtet hatte, nun in einer Eskalation gedroht. Es sind keine politischen Ankündigungen enthalten.“ Der Diplomat deutete dies als Zeichen von Ratlosigkeit.

13 Kommentare

  1. Die einzigen die hier
    Destabilisieren sind diese Deutschen Politiker*innen Von der Leyen mit EU beitritt, Baerbock,
    Habeck mit ihrer
    Kriegstreiberei.
    Alleine die Aussage Russland darf diesen Krieg nicht gewinnen zeigt wie Undiplomatisch diese
    POLITIKER*INNEN SIND.
    DIE OPFERN MILLIONEN VON EU
    BÜRGERN.
    ES IST SO SCHÖN ZU SEHEN WIE “GUT” IHRE SANKTIONEN WIRKEN EIN TRAUM.
    JA DIE GREIFEN SUPER AUCH DIE EU BÜRGER MERKEN DAS SCHON.
    EINFACH SUPER

    1. Hallo Herr Schneider, haben Sie sich schon mal überlegt, wenn Putin nicht in die Ukraine einmarschiert wäre, was dann los wäre? Sie hätten nichts mehr zu schreiben und den lieben langen Tag nicht auf eine Meldung von NEWS64 zu warten und dann Ihre aberwitzigen Kommentare abzugeben. Machen Sie doch mal was Nützliches aus Ihrem Leben

  2. Eine gute Regierung wird ihre Bevölkerung erst, statt verdummen, aufklären und Sie nicht dem Risiko, des Verschwindens aussetzen. Aber, vielleicht es ist zu viel verlangt von Studienabbrechern und Plagiat-Akademikern? Wir wissen schon dass sie nicht dürfen, wie sie wollen; dann aber lässt man sich nicht wählen, oder ist dem Volk gegenüber ehrlich und gesteht es.

  3. Jenseits der Putin Bots und der Gutmenschen Posts stellt sich die Frage wollen wir mit einem absolut Nationalistischen Russland Schrecken ohne Ende oder ein Ende mit Schrecken? Ich persönlich glaube nicht, dass wir, vor allem auf Grund der absolut menschenverachtenden Strategien Russlands, mit den Folgen ohne eine direkte Konfrontation klar kommen werden. Es wird Millionen von Leben sparen jetzt dem russischen Militär das Rückrad zu brechen und das nicht nur in der Ukraine sondern überall außerhalb des russischen Staatsgebietes. Auch im Hinblick auf China muss das passieren oder wir stehen definitiv auf der Speisekarte als nächster Hauptgang. Und wer immer noch glaubt dass das mit Panzern und Raketen passiert….träumt weiter….

  4. …dann wäre es wichtig den Flüchtigen den Zugang zu Europa zu verwehren und deutlich zu machen das “Putin” schuld ist. Das heißt man solle sie nach Russland verweisen; das Land ist ja groß genug….

    1. @MHH – da wäre ich auch dafür, allerdings würde Russland wahrscheinlich ebenso den Zutritt verwehren.
      Allerdings frage ich mich wie die vielen Politiker in die Ukraine einreisen. Ich nehme mal an mit Flugzeugen bzw. Bundeswehrmaschinen.
      Und warum verschickt man das Getreide nicht mit den großen Transportflugzeugen der NATO??

  5. Was machen die ganzen “Experten”, “Gutmenschen” und Heizer nach dem Krieg? Die Armen, werden alle arbeitslos. Einzige Möglichkeit, neue Kriege vorbereiten.

  6. Das Schlimme an der Sache ist, dass Gutmenschen und Weltverbesserer das Ganze am Ende immer nur schlimmer machen…checkt nur keiner…

  7. Der Diplomat Rüdiger von Fritsch hat eine hybride Birne. Denn in Syrien haben die Amerikaner den Krieg gegen Assad geschürt, indem sie den IS geschaffen haben, in der Hoffnung, daß der IS den immer pro westlich regierenden Assad stürzt. Die damalige Außenministerin, Hillary Clinton, gab später selbst zu, in dem sie sagte: “Wir haben selbst den IS geschaffen.”
    Tatsache ist aber, daß damit erst die Millionen Flüchtlingswelle nach Europa, besonders nach Merkill-Deutschland ausgelöst wurde.

    Auch hier wurde die Flüchtlingswelle der Ukrainer durch die NATO ausgelöst, mit dem US-Ziel, auf beiden Seiten einen Abnutzungskrieg zu stabilisieren um am Krieg zu verdienen und Rußland zu destabilisieren.

    Zudem scheint dieser demente Botschafter nicht zu kapieren, daß die Flüchtlingswelle der Ukrainer der Komiker, Selenskyi, ausgelöst hat; denn hätte die Ukraine nicht das Minsker Abkommen gebrochen und das UN-verbriefte Selbstbestimmungsrecht der Völker geachtet, hier das der historisch anwesenden Russen im Donbass geachtet, hätte Rußland kaum Grund zum Angriff gehabt. Erschwerend war auch noch die Absicht, die Ukraine in das Angriffsbündnis der NATO zu bekommen und damit Rußland militärisch immer enger einzukreisen.
    Die NATO mutierte zum Angriffsbündnis als sie ohne UN-Mandat zweimal den Irak angriff und über eine Million Iraker tötete. Von den Langzeitfolgen der US – Urangranaten für die zivile Bevölkerung ganz zu schweigen. Dann griff die NATO Syrien und anschließend Libyen an und zerstörte diese Länder.

  8. Fritzchen,
    ganz meine Meinung. Bin nur unsicher, ob man es begriffen hat und noch hofft, oder es nicht mal begriffen hat.

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