Massenflucht aus Russland hat begonnen

Nicht ganz überraschend hat der russische Präsident Wladimir Putin gerade den Sieg in den Scheinwahlen erklärt und behauptet, dass er deshalb die Zustimmung des Volkes erhalten hat, unter anderem für den Krieg gegen die Ukraine. Laut seinen eigenen Angaben erhielt seine Partei „Geeintes Russland“ mehr als 70 Prozent der Stimmen. Dabei unterlässt er es, zu informieren, dass der Kreml zuvor alle echten Oppositionellen entweder ermordet oder aus dem Land gejagt hatte. Mit dem „Wahlsieg“ Putins befürchten jetzt viele Russen, dass eine neue Mobilisationswelle beginnt, bei der Hunderttausende zumeist junge Männer in die Kriegsmachinerie zwangseingezogen werden sollen. Die Bevölkerung reagiert mit einer Massenflucht in zumeist zwei Länder. 

Georgien bereitet sich auf Zustrom vor 

Zum einen muss sich das benachbarte Georgien wieder auf einen enormen Zustrom von russischen Asylsuchenden vorbereiten. Georgien teilt eine 920 Kilometer lange Grenze mit Russland und die Staatsbürger aus dem Nachbarland benötigen kein Visum, um nach Georgien zu gelangen. Bereits 2022, nach der ersten Mobilmachung Putins, waren Zehntausende russische Staatsbürger in das kaukasische Land geflüchtet, das nur 3,7 Millionen Einwohner hat. Im Jahre 2022 hatte die Regierung in Tiflis einen Antrag auf Beitritt zur Europäischen Union eingelegt und das Land befindet sich zurzeit bereits in fortgeschrittenen Beitrittsverhandlungen. Obwohl Georgier selbst aufgrund der prekären ökonomischen Lage, in der sich das Land befindet, in Scharen auswandern, insbesondere nach Deutschland, kommt ein ebenso großer Zufluss von Menschen regelmäßig aus Russland. 

Flucht vor europäischen Sanktionen 

Neben Georgien ist auch das weit entfernte Brasilien zu einem neuen Zufluchtsort für zehntausende abtrünnige Russen geworden. Dort erhalten russische Familien bereits nach einem Jahr die brasilianische Staatsbürgerschaft, so lange sie ein paar Grundvoraussetzungen erfüllen. Dazu gehört die Geburt eines Kindes auf brasilianischem Grund. Wie auch in den USA erhält jedes Kind, das in dem südamerikanischen Land geboren wird, automatisch die brasilianische Staatsbürgerschaft. Im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten werden aber auch die Eltern und Geschwister des Kindes eingebürgert, wenn diese es so beantragen. Junge Väter können sich mit einem brasilianischen Pass nicht nur der gefürchteten Mobilisierung der russischen Streitkräfte entziehen, sondern auch einen erleichterten Zugang zum Schengenraum über Portugal und Spanien erlangen. Viele Russen haben angegeben, sehr unter den europäischen Sanktionen gegen Russland, darunter dem neulichen Visumstopp für russische Touristen, zu leiden. Mit der brasilianischen Staatsbürgerschaft haben sie die Möglichkeit, diese zu umgehen. 

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  • Die geflüchteten Russen schicken wir am besten weiter nach Sachsen-Anhalt, da können sich diese gleich bei unseren blauen Kremlfreunden bedanken!

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Alexander Grünstedt