Mega-Tankschiff mit 300 Millionen Litern Rohöl läuft auf Seemine

Seit Beginn des Krieges gegen den Iran im Februar hat sich das Auftanken an der Tankstelle in eine regelrechte Berg-und-Tal-Fahrt verwandelt. Preisbewusste Kunden können dabei schon längst nicht mehr voraussehen, ob es sich lohnt, schnell noch aufzutanken oder lieber zu warten, bis die Spritpreise wieder mithilfe von Tankrabatten, Preisdeckeln und Ähnlichem herabgesetzt werden. Schuld an der Misere trägt die unberechenbare Situation auf der Straße von Hormus, die je nach Laune des amerikanischen Präsidenten Donald Trump oder der iranischen Revolutionsgarde geöffnet oder geschlossen wird.

Zurzeit versuchen die Iraner mit voller Gewalt, die Kontrolle über die wichtige Durchfahrt durch das Nadelöhr zu gewinnen. Dabei ist ihnen offensichtlich ein wichtiger Streich gegen die Amerikaner gelungen, der allerdings auch nach hinten losgehen könnte. Laut iranischen Angaben ist ein Mega-Tankschiff mit rund 2 Millionen Rohölfässern, was etwa 318 Millionen Litern entspricht, auf eine Seemine aufgelaufen und dabei in Brand geraten. Sollte der Tanker auseinanderbrechen und das Öl auslaufen, stehen die Küsten am Persischen Golf, darunter auch die des Irans, in großer Gefahr, von einem Ölteppich ohnegleichen verseucht zu werden. 

Flagge und Ziel unbekannt

Die Nachricht über den brennenden Tanker wurde durch iranische Fernsehsender veröffentlicht, die unter der Kontrolle der Revolutionsgarde stehen. Laut den Iranern hatte der Tanker das GPS-System abgestellt, um unbemerkt durch die Straße von Hormus zu passieren, als er von der Seemine getroffen wurde. Das augenblickliche Schicksal des Tankers und seiner Besatzung ist nicht bekannt. Das amerikanische Verteidigungsministerium hat sich bisher nicht zu dem Vorfall geäußert. Auch nicht bekannt ist, unter welcher Flagge der Tanker unterwegs war – und wohin. 

Machtspiele mit globalen Konsequenzen 

Die Straße von Hormus befindet sich an der Küste des Iran und auf der gegenüberliegenden Seite am Oman. An der schmalsten Stelle ist die Meerenge nur etwa 35 Kilometer breit und zumeist unter der Kontrolle der Iraner, die die Wasserstraße vermint haben. Um den Vorteil der Iraner abzuschwächen, blockieren die USA iranische Häfen und Küstengebiete im gleichen Gebiet, um Einnahmen aus dem Ölexport zu verhindern. In der Zwischenzeit wird die gesamte Weltwirtschaft durch die Machtspiele der beiden Nationen in Mitleidenschaft gezogen.

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  • Ja Machtspiele und ALLE machen mit! Vielleicht öffnet solch ein wo mögliche Umweltkatastrophe den Militärs die Augen. Die Umwelt freut sich bestimmt nicht darauf, welche Umweltkatastrophe?

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Alexander Grünstedt