Mehr Lebensmittel verschwinden aus den Supermärkten

Ab dieser Woche könnten Kunden mit noch mehr leeren Regalen in den Supermärkten konfrontiert werden. Mehrere beliebte Lebensmittel werden bald aus dem Verkauf genommen. Grund dafür ist ein neues Verbot der EU-Kommission, das ab dieser Woche in Kraft tritt. Bei dem verbotenen Inhaltsstoff handelt es sich um Titanoxid, einen künstlichen Zusatzstoff, der seit über 50 Jahren in Lebensmitteln und Kosmetika verwendet wird.

Seit dieser Woche ist die Verwendung von Titanoxid in Lebensmitteln in Europa verboten. Dies wurde von der EU-Kommission beschlossen, nachdem wissenschaftliche Studien den Zusatzstoff mit Krebs in Verbindung gebracht hatten. Es gibt auch Hinweise darauf, dass Titandioxid DNA-Stränge brechen und somit Chromosomenschäden verursachen kann.

Ein weißes Pigment, Titanoxid, wird auf den Etiketten der Inhaltsstoffe häufig als Zusatzstoff oder künstlicher Farbstoff E171 aufgeführt. In der Vergangenheit wurde es als beliebter Farbstoff für eine Reihe von Zwecken verwendet. Von Salatdressings bis hin zu Süßigkeiten, Mehl und Kuchendekorationen – Titanoxid war der universelle Zusatzstoff, der diesen Lebensmitteln ihre helle Farbe verlieh.

Obwohl sich das EU-Verbot auf alle Lebensmittel erstreckt, ist Titandioxid in Kosmetika, einschließlich Zahnpasta und Sonnenschutzmitteln, sowie in Arzneimitteln weiterhin erlaubt. Ein Verbot von Titandioxid in Arzneimitteln wurde nicht durchgesetzt, da Engpässe und Preiserhöhungen bei Medikamenten befürchtet werden. Die Pharmaindustrie wird jedoch aufgefordert, Alternativen zu Titandioxid zu erforschen und zu entwickeln.

Welche Produkte sind von dem Verbot betroffen?
Titandioxid wird hauptsächlich in Produkten verwendet, die schön weiß sein oder eine kräftige Farbe haben sollen. Dazu gehören Kaugummi, Süßwaren, Backdekor, Pudding, Gebäck mit glänzenden Glasuren, Mayonnaise, Soßen und Nahrungsergänzungsmittel. Die EU-Kommission hat das Verbot bereits im Januar dieses Jahres angekündigt und damit den Herstellern die Möglichkeit gegeben, Titandioxid aus ihren Produkten zu entfernen.

Bisherige wissenschaftliche Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Titanoxid nur durch Einnahme oder Einatmen in den menschlichen Körper gelangen kann. In Tierversuchen haben tief eingeatmete Titandioxidpartikel zu chronischen Entzündungen geführt. Es gibt keine Hinweise darauf, dass es schädliche Auswirkungen auf die Haut hat. Aus diesem Grund ist es nach wie vor in vielen Kosmetika enthalten.

Foto: BlueBreezeWiki, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

3 Kommentare

  1. Komisch da werden Horrorszenarien verbreitet und Verbote ausgesprochen, ob SIE umgesetzt werden ????? Man SOLLTE den WAFFENEXPORT in die Ukraine verbieten ,das WÄRE doch mal was sinnvolles .Dann kann der Selenskyj keine DANKSAGUNGEN für Waffenlieferungen aussprechen. EU überlegt doch mal solche Verordnung.

  2. Im übrigen sollte man auf die Schreibweise achten es muss richtig heissen
    TITANDIOXID E171 ( Google) ich bin kein Chemiker aber es sind wohl ZWEI verschiedene Stoffe TITANOXID

  3. ist doch gut das diese Lebensmittel aus dem Supermarkt verschwinden – warum wird jetzt hier deshalb schon wieder so ein Aufriss veranstaltet?
    Wollt ihr eigentlich die Leute mit solchen aufreißerischen Berichten in den Wahnsinn treiben – oder was soll das.
    Ich selber lass mich von solchen unprofessionellen Artikeln schon lange nicht mehr beeindrucken.
    Wenns nach mir ginge sollten noch weitere unnütze Artikel – wie z.B. Duftartikel wie Raumsprag für die Wohnung, WC-Steine etc. verboten werden.

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