

Kopftücher aus religiösen Gründen sind in vielen europäischen Ländern ein heißes Thema und auch in Deutschland beschäftigt sich die Politik regelmäßig mit der Sache. In Nachbarländern wie Frankreich und Belgien sind die religiösen Symbole für den Islam schon längst landesweit verboten. Jetzt verschärft sich auch die Lage in Österreich. Dort ist seit dem 1. September ein Kopftuchverbot für Schülerinnen unter 14 Jahren in Kraft getreten, das die Gemüter an den Schulen landesweit erhitzt.
Die rechtsgerichtete österreichische Regierung begründet das Verbot mit dem Schutz der kindlichen Entwicklung und Entfaltungsfreiheit vor möglichem familiärem oder gesellschaftlichem Druck. Während Jugendliche oder erwachsene Frauen die Entscheidung, ein Kopftuch zu tragen, freiwillig und selbstbestimmt treffen können, haben Kinder nicht diesen Luxus der Entscheidungsfreiheit.
Lehrer zwischen den Fronten
Das neue Gesetz stellt jetzt aber Lehrer und anderes Schulpersonal zwischen die Fronten. Zum einen müssen sie dem Gesetz folgen und werden dabei besonders von Eltern, die das Kopftuchverbot befürworten, streng bewacht. Zum anderen haben bereits mehrere Vorfälle mit muslimischen Eltern zu lautstarken und aggressiven Auseinandersetzungen an österreichischen Schulen geführt. Laut dem Gesetz müssen Lehrer Schülerinnen, die trotz des landesweiten Verbots mit Kopftüchern zur Schule kommen, zuerst auffordern, die Kopfbedeckung abzunehmen. Sollte die Schülerin der Aufforderung nicht Folge leisten, oder wiederholt mit dem Kopftuch zum Unterricht erscheinen, wird ein Verfahren von der österreichischen Bildungsdirektion eingeleitet. Am Ende können den Erziehungsberechtigten Geldstrafen zwischen 150 und 800 Euro abverlangt werden.
Lehrerinnen im Fokus
Kritiker des neuen Gesetzes weisen darauf hin, dass nicht nur Lehrer plötzlich mit Aufgaben belastet werden, die sich jenseits ihres pädagogischen Arbeitsfeldes befinden. Auch die kopftuchtragenden Mädchen werden durch das offizielle landesweite Verbot eher mehr belastet. Zum einen müssen sie den Geboten der Familie Folge leisten, zum anderen werden sie jetzt in der Schule unter Druck gesetzt, um die Wünsche der Eltern zu umgehen. Auch in Deutschland hat man ein bundesweites Verbot für Kopftücher in Schulen mehrfach diskutiert. Bisher ging es dabei allerdings eher um kopftuchtragende Lehrerinnen, denen in mehreren Bundesländern das Tragen ihrer religiös bedingten Kopfbedeckung im öffentlichen Dienst untersagt wurde.
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Es ist richtig das Kopftücher verboten werden! Wir sollen in Schulen unser Kreuz abnehmen obwohl es zu unserer Kultur zählt und Kopftücher mit religiösem Hintergrund sollen akzeptiert werden… wer akzeptiert unsere Religion oder Kultur …. ach ja niemand selbst die Deutschen nicht. Traurig sehr traurig ich möchte nicht in einer Scharia leben….