Qualvoller Tod im Auto

Nicht für die Eltern ist dieser Fall extrem schwer zu ertragen. Ein fünfjähriges Kind ist in Kroatien gestorben, weil es bei großer Hitze in einem geparkten Auto eingeschlossen war. Am Dienstagabend war der Tod des Jungen durch einen Sprecher der Polizei bestätigt worden. Allerdings gab es keine offiziellen Hinweise zur Todesursache. Ereignet hat sich das unglaubliche Drama in der kleinen Stadt Knin.

In einem Bericht des lokalen Nachrichtenportals „sibenski.slobodnadalmacija.hr“ heißt es zu den Ereignissen, dass der Vater am Dienstag seinen Sohn wie sonst auch jeden anderen Tag mit dem Auto in die Kita fahren wollte. Der Mann selbst arbeitet bei einem Wachregiment in der Stadt Knin im Hinterland von Dalmatien als Soldat. Wie aus verschiedenen Medienberichten hervorging, habe er während der Fahrt einen Anruf aus der Kaserne erhalten, wonach er sich umgehend dort zu melden habe.

Dieser Aufforderung kam der Mann auch nach und begab sich zu seiner Dienststelle. Offenbar hat er aber seinen Sohn wegen des Anrufs im Auto vergessen. Seine Frau hatte ihn erst am Nachmittag angerufen, da das Kind nicht in der Kita angekommen sei. Erst daraufhin ist ihm sein fataler Fehler bewusstgeworden und er lief schockiert zu seinem Auto. Aber für das Kind kam jede Hilfe zu spät.

In den Mittagsstunden haben die Temperaturen am Dienstag in Knin rund 28 Grad betragen. Das Entdecken des Kindes in dem Fahrzeug durch Passanten war offenbar dadurch erschwert, weil das Fahrzeug, ein BMW, getönte Scheiben hatte. Auch waren Bauarbeiten in der näheren Umgebung im Gange, so dass wenig Verkehr herrschte und mögliche Hilferufe durch die Baugeräusche verschluckt worden sein könnten. Der unter Schock stehende Vater ist von der Militärpolizei für weitere Befragungen mitgenommen worden.

Hitze im Auto – so warnt der ADAC

Angesichts der in Deutschland weiter steigenden Temperaturen ist im Sommer unbedingte Vorsicht geboten. Der ADAC warnt daher eindringlich vor den entstehenden Gefahren. Auf der Homepage schreibt der Club: „Wer sein Auto abstellt, sollte nach Möglichkeit im Schatten parken. Was viele dabei übersehen: Die Sonne wandert im Uhrzeigersinn weiter. Deshalb den Lauf der Sonne in die Überlegung mit einbeziehen. Wer dennoch in der Sonne parken muss, sollte einen Sonnenschutz hinter der Windschutzscheibe anbringen. Perfekt ist im Sommer ein Thermo-Scheibenschutz, der auf der Scheibe liegt und die Sonne reflektiert.“ Es gelte daher, dass man zu keiner Jahreszeit Kinder oder Tiere unbeaufsichtigt im Auto zurücklassen sollte.

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8 Kommentare

  1. Es muss durch die Automobilindustrie eine Technologie entwickelt werden, die auch bei geparktem Kraftfahrzeug Insassen noch zuverlässig erkennen kann, und die bei hohen Innenraumtemperaturen automatisch einen Notruf absetzt.

  2. Wahrscheinlich wollte er doch sowieso zu seiner Dienststelle weiter fahren.
    Da angekommen – aufgrund von Telefonat – waren wahrscheinlich 1000 andere Unwichtigkeiten
    wichtig – dass M/man nicht sagen konnte: Ich habe noch meinen Sohn im Auto – ich muss ihn
    wenigstens rein holen. Wahrscheinlich hätte da jmd gebrüllt, einen Tobsuchtsanfall bekommen o.ä.
    Reine Vermutung
    Aber so läuft es doch ständig und jeden Tag in der Welt der Wichtigtuer.

  3. Die Automobilindustrie erfindet schon genug und viel zu viel an schnick schnack. Die Menschen sollten sich viel mehr auf das wesentliche konzentrieren, damit so was nicht passiert. Seine Kinder… und Tiere kann man durch einen Anruf doch nicht im Auto vergessen . Egal zu welcher Jahreszeit. Leider sehe ich das so. Das ist sehr traurig!

  4. Die Automobilindustrie erfindet schon genug und viel zu viel an schnick schnack. Die Menschen sollten sich viel mehr auf das wesentliche konzentrieren, damit so was nicht passiert. Seine Kinder… und Tiere kann man durch einen Anruf doch nicht im Auto vergessen . Egal zu welcher Jahreszeit. Leider sehe ich das so. Das ist sehr traurig!

  5. Die Automobilindustrie erfindet schon genug und viel zu viel an schnick schnack. Die Menschen sollten sich viel mehr auf das wesentliche konzentrieren, damit so was nicht passiert. Seine Kinder… und Tiere kann man durch einen Anruf doch nicht im Auto vergessen . Egal zu welcher Jahreszeit. Leider sehe ich das so. Das ist sehr traurig!

  6. Es ist unfassbar, was manche Leute in ihren Kommentaren schreiben. Wohlgemerkt, es geht um Leben und Tod. Und ein solcher Fall braucht nicht mal durch Vergesslichkeit passieren. Ebenso kann jemand gefährdet sein, der im Auto während einer Fahrtunterbrechung eingeschlafen ist.
    Die erforderlichen Technologien sind übrigens schon weitestgehend entwickelt.

  7. Unfassbar ist das man die Technologien in den Vordergrund schiebt., gerade weil es um Leben und Tot um das eigene Kind geht. Wenn man keine Kinder hat, versteht man das vielleicht nicht. In diesem Fall geht es auch nicht darum, das jemand eingeschlafen ist, wegen Fahrtunterbrechung. Habe ich auch noch nicht gehört, weil man selbst merkt wenn es zu heiß ist und jederzeit aussteigen kann.

    1. Was immer technologisch machbar ist und Leben retten kann, dass sollte auch umgesetzt werden. Sehr viele Assistenzsysteme sind inzwischen Standard in der Kraftfahrzeugtechnik und gesetzlich verpflichtend für die Zulassung von Neuwagen. Sitzbelegungserkennungssysteme ermöglichen die Warnung der Kraftfahrzeuginsassen, falls sie bei Fahrtbeginn noch nicht angeschnallt sind. Die Messung der Innentemperatur ist ebenso keine Herausforderung mehr. Außerdem ist es äußerst naiv zu glauben, dass jeder Mensch es merken würde, wenn es im Innenraum zu heiß wird. Bei älteren oder kranken Menschen oder auch bei betrunkenen Menschen muss dies nicht unbedingt zutreffen.

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