Schottische Studie zeigt, dass Geimpfte kaum noch ansteckend sind

Schon mit dem Beginn der weltweiten Impfkampagne stand die Frage im Raum, wie ansteckend Personen, die vollständig geimpft sind, tatsächlich noch sind. Dieser Frage ist nun die schottische Gesundheitsbehörde nachgegangen. Das Ergebnis liefert beruhigende Ergebnisse.

Die schottische Gesundheitsbehörde „Public Health Scotland“ kommt in einer großangelegten Untersuchung zu dem Ergebnis, dass das Virus von geimpften Menschen zwar noch immer übertragen werden kann, doch das dieses Risiko erheblich reduziert ist. Für diese Untersuchung wurde auf Daten von Pflegekräften und Ärzten innerhalb des Gesundheitssystems des Landes zurückgegriffen. Im Zeitraum von Anfang Dezember des letzten Jahres bis zum Anfang März 2021 ist dabei untersucht worden, in wie vielen Fällen sich Mitglieder der jeweiligen Haushalte infizierten und zwar zum einen vor der Impfung und dann noch einmal nach der Impfung. Zusammengefasst wurden dabei die Daten von 194.362 Bewohnern aus 92.470 Haushalten.

Und das Ergebnis kann sich in der Tat sehen lassen. Pro 100 Menschen kam es innerhalb von einem Jahr unter den geimpften Mitarbeitern des Gesundheitswesens lediglich zu 2,98 Infektionen, die bestätigt worden sind. Hingegen lag die Zahl der Infektionen bei nicht geimpften Personen rund dreimal so hoch, nämlich bei 9,4. Aus diesen Zahlen lässt sich daher ableiten, dass sich das Risiko einer Corona-Infektion mit der Impfung erheblich reduziert.

Auffällig ist zudem die Verteilung der Impfstoffe. So waren unter den Geimpften vier von fünf Personen mit Biontech geschützt, die restlichen hatten den Wirkstoff von AstraZeneca erhalten. Parallel dazu senkt schon die erste Dosis das Infektionsrisiko erheblich, denn der Wert sank innerhalb von nur zwei Wochen dann schon 5,93 Infektionen pro Jahr auf 100 Menschen gerechnet.

Schlussendlich sehen die Forscher in der Impfung sogar eine noch viel größere Wirkung, denn die Infektionen innerhalb der untersuchten Haushalte stammten nicht alle von dem medizinischen Personal, sondern hatte auch andere Gründe. Somit zeigt sich nach Ansicht der Mediziner ein noch größerer Effekt durch das Vakzin, wie sie im „New England Journal of Medicine“ schreiben.

Allerdings gilt es hierbei noch einzuschränken, dass nicht ausreichend geklärt ist, um welchen Virus-Typ es sich dabei handelt. So schreiben die Studienautoren, dass die Untersuchung noch ohne die mittlerweile vorherrschende Delta-Variante erfolgte. Bei ihr gehen die Forscher davon aus, dass sie in der Lage ist, die Impfstoffwirkung erheblich zu reduzieren. Damit erhöht sich im Gegenzug die Gefahr, dass auch Geimpfte sich wieder mit dem Virus infizieren können.

3 Kommentare

  1. …hm, kenne auch einige Haushalte, in denen ein Mitglied an Corona erkrankt war und in fast allen Fällen waren nicht zwangsläufig alle anderen auch infiziert, trotz engeren Kontakts (PS: zum Zeitpunkt keiner geimpft), also nicht sooo ungewöhnlich?
    Zum Glück hat es von den Genannten Erkrankten auch keinen schwerer erwischt…

  2. Die geimpften lassen sich ja auch nicht mehr testen und wissen so ja nicht mal ob sie es hatten oder nicht, daher ist es schwierig so eine Studie ernst zu nehmen

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