Schwere Verbrennungen: Meiden Sie diese giftige Pflanze! Sichtungen bitte melden

Eine invasive Pflanze aus dem Kaukasus sorgt in Deutschland für große Besorgnis. Sie stellt nicht nur eine ernsthafte Gefahr für einheimische Pflanzen dar, sondern ist auch für Menschen und Tiere äußerst schädlich, da sie sehr schmerzhafte Verbrennungen und Reizungen verursacht.

Haben Sie kürzlich nach einem Spaziergang im Freien plötzlich große Blasen an Ihren Armen oder Beinen entdeckt? Haben Sie diese Pflanze irgendwo gesehen?

Foto: Lendskaip, CC0, via Wikimedia Commons

Riesenbärenklau: Ernstes Problem in Deutschland
Diese harmlos aussehende Pflanze ist Riesenbärenklau (auch Herkulesstaude genannt). Wegen ihrer hübschen weißen Doldenblüten wurde sie ursprünglich als Zierpflanze nach Deutschland gebracht. Hier angekommen, begann sie, sich auszubreiten, und erwies sich schnell als alles andere als harmlos. Riesenbärenklau ist für Naturschützer überall zum Albtraum geworden: Die Pflanze wächst schnell, hat keine natürlichen Feinde und verdrängt alle einheimischen Pflanzen.

Allein in diesem Jahr wurde Riesenbärenklau an mehr Orten als je zuvor gesichtet. Vor allem entlang von Gehwegen und in öffentlichen Bereichen wird er zu einer ernsthaften Gefahr.

Riesenbärenklau-Pflanzensaft kann schwere Verbrennungen und Reizungen auslösen
Alle Teile der Pflanze sind giftig, doch die Verbrennungen entstehen erst, wenn der Pflanzensaft aus gebrochenen Stängeln auf die Haut gelangt und dort dem Sonnenlicht ausgesetzt wird. Dies löst eine sogenannte Phytophotodermatitis aus – eine Überempfindlichkeit der Haut gegenüber UV-Licht –, die wiederum zu schmerzhaften Verbrennungen, Hautausschlägen und Blasen führt.

Tiere sind ebenso wie Menschen durch den Riesenbärenklau gefährdet: Wenn Ihr Hund mit den Pflanzen in Berührung kommt und der Saft auf seine Haut gelangt, bilden sich im Sonnenlicht Blasen. Gelangt der Saft in die Augen oder den Mund des Hundes, kann er dort zudem schmerzhafte Reizungen und Blasenbildung verursachen.

Bei Kontakt mit dem Saft des Riesenbärenklaus sollten Sie sich sofort aus der Sonne begeben. Spülen Sie die betroffene Stelle sorgfältig mit Wasser und Seife ab. Bei leichter Rötung oder Juckreiz kann eine sanfte Kühlung der Stelle helfen. Ist Saft in die Augen gelangt, spülen Sie diese mit reichlich klarem Wasser aus und suchen Sie sofort einen Arzt auf.

Sie sollten außerdem einen Arzt aufsuchen, wenn:
– sich auf der Haut Blasen, starke Rötungen oder Pusteln bilden
– große oder empfindliche Hautpartien (z. B. im Gesicht) betroffen sind
– ein Kind oder ein Tier betroffen ist, da deren Haut sehr empfindlich ist

Foto: Pfc598, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Riesenbärenklau: Bitte melden Sie alle Sichtungen
Wenn Sie an einem öffentlichen Ort auf Riesenbärenklau stoßen, melden Sie dies bitte unverzüglich einer der folgenden lokalen Behörden:
– Umweltamt
– örtliche Naturschutzbehörde
– Grünflächenamt Ihrer Stadt

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Oskar Herbert